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Leserbrief

Fahrrad überholen – Angemessener Seitenabstand

Verkehrs-Club Liechtenstein (VCL) | 21. Februar 2018

Laut BFU wird in der Schweiz jeder zehnte Velounfall mit schweren Personenschäden durch ein zu knappes Überholmanöver verursacht. Eine Umfrage bei Velofahrenden hat ergeben, dass zwei Drittel der Befragten oft von Automobilisten zu nah überholt werden und sich dadurch bedroht fühlen.
Dr. Reinhard Pitschmann erläuterte im «Volksblatt» vom 1. Februar 2018 den genügenden Abstand zu Radfahrern und schrieb: «In der Literatur wird beim Überholen von Zweirad-Fahrern generell ein seitlicher Abstand von mehr als einem Meter verlangt.»
Laut Bundesgerichtsentscheid 81 IV 85 gilt in der Schweiz: Fährt ein Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 40 Stundenkilometern bei normalen Verkehrsbedingungen, sollte der Fahrer einen Seitenabstand von mindestens 60 Zentimeter einhalten. Das entspricht 90 Zentimetern Autoseite bis Velo-Räder. Für höhere Geschwindigkeiten sollte die Distanz proportional angepasst werden. Überholende Busse oder Lastwagen sollten einen grös­seren seitlichen Abstand einhalten.
In einer Interpellation forderte SP-Nationalrat Matthias Aebischer eine gesetzliche Regelung des Überhol­abstands. In seiner Antwort will der Schweizer Bundesrat keinen Überholabstand festlegen. Das Gesetz spricht von «angemessenem» Abstand. Doch der Verband Pro Velo hält aus Sicherheitsüberlegungen an einem Überholabstand von 1,5 Meter fest. Details zum Thema liefert der Artikel «Abstand zu Radfahrern» auf www.vcl.li (Rubrik: «News».

Verkehrs-Club Liechtenstein (VCL)

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