Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Geschenktipp Vertrauen?

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern | 19. Februar 2018

«Wir sollten davon ausgehen, dass an den wichtigen Stellen vernünftige Leute sitzen, die wissen, was sie tun.» So der Spürsinn vom Geschäftsführer des Medienhauses in der «LIEWO» vom 11.02. Und er schliesst mit einem übelriechenden doppelten Furzbückling der lautet: «Dazwischen sollten wir wieder vermehrt die Leute arbeiten lassen und ihnen schlicht und einfach vertrauen.» Wenn diese Plattitüde von Vertrauen in die Politik, respektive in den Beamtenstaat, welcher diese «Politik» schon längst zum luschigen Duckmäuser umdressiert hat, von einem Journalisten kommt, dann Jessesmaria. Um seinen journalistischen Pflichten auszuweichen und der eigenen drängenden Verantwortung zu entgehen, schiebt er sie plump und dreist dem Bürger so quasi als Mangel an Politikverstand und vorsorglich als Fehlen von Verantwortung in die Schuhe. Damit macht sich der Verfasser dieser Zeilen zum Mittäter am Verbrechen, den Menschen in diesem Lande ihren Staat gestohlen zu haben, sie permanent zu entmündigen und sie zu grad noch dahinkriechenden, kälberigen Lappi umzuerziehen.
Dabei hätte er wirklich andere Pflichten. In seiner vom Bürger mit viel Geld am Leben gehaltenen Redaktion sollte er für diesen an der Front stehen und ihm nicht bei jeder Gelegenheit in den Rücken fallen. Ekelhaft und an Falschheit nicht mehr zu überbieten, wenn sich die Zeitung auf einer halben Seite daran ergötzt, wenn ein Gasthofpächter aufgeben muss und die Miete für den letzten Monat noch nicht überwiesen hat. Oder einem Alpenhotel noch 70tsd Franken fehlen würden, um die Versteigerung abzuwenden. Und bei jedem Gerichtsverfahren als schleimiger Eiferer für den Richter sich noch lüstern an dem Angeklagten, dem armen Teufel, gütlich tun.
Dabei gäbe es anderes, das den Bürger sehr viel mehr interessieren würde. Zum Beispiel: Warum sucht er nicht die Wahrheit im überbordenden Drang, bei jeder noch so kleinen Gelegenheit die Muskeln des Beamtenapparates mit seinen bis an die Zähne bewaffneten Schergen gegen uns, die Menschen, welche ihren Lohn hart erarbeiten müssen, vorzugehen?
Warum macht er keinen Aufstand und weist den Apparatschik in seine Schranken, wenn er uns demütigt, indem er ein Hinweisschild an der Strasse, das seit Jahrzehnten dort steht abmontiert, einer alten Frau den Hund entreisst, um ihn zu töten, einem braven Mann, der seinen Heuschopf vor dem Zerfall rettet, mit 65 Seiten Gerichtsbeschlüssen massregelt und in seinem Regulierdrang schon längst Mass und Anstand verloren hat?

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung