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Leserbrief

Ein Federstrich?

Verena Bühler,Siligatter, Eschen | 15. Februar 2018

Im Geburtstagsinterview sieht unser Fürst Hans-Adam II. das Problem mit den Pensionen in meinen Augen doch etwas all zu locker. Er sagt, die ganze Angelegenheit liesse sich mit einem einzigen Federstrich lösen. Dazu müsse man nur das Rentenalter einfach auf 70 oder sogar auf 75 Jahre erhöhen. Leider sieht die Realität hier unten im Tale etwas ganz anders aus. Hat ein Mann oder eine Frau nicht einen Beruf, der gerade sehr dringend gebraucht wird, dann ist das Arbeitsleben für diese schon mit 40 Jahren schlicht und einfach viel schwieriger, wenn nicht schon zu Ende. Wer stellt denn noch eine Frau über 50 ein, die nicht genau den Anforderungen vieler Firmen entspricht?
Sie sind zu teuer, zu alt und wir bevorzugen die jüngere Generation. Das sind noch die humanen Absagen, die unsereins bekommt.
Mich würde sehr interessieren, wer einem Menschen 60 plus noch eine Arbeit geben würde? Ich kenne nur eine Firma hier im Lande, die dies wissentlich tut. Danken wir der Firma Herbert Ospelt, dass sie vielen Menschen wenigstens ein bisschen Hoffnung geben kann und auch gibt.
Das grösste Problem der Menschheit ist heute schon, alle mit guter Arbeit, von welcher sie auch leben können, zu versorgen. Das gelingt heute nur, indem man sich immer weiter in eine verschwenderische Überproduktion flüchtet, um so Arbeitsplätze zu schaffen. Denke man nur an die vielen Autos, die produziert werden und die dann irgendwo in der Wüste verrosten …
Ein Teufelskreis, aus dem es wahrscheinlich gar kein Entrinnen gibt. Und schon gar nicht mit einem einzigen Federstrich.

Verena Bühler,
Siligatter, Eschen

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