Leserbrief

Für Solidarität beim 300-Jahr-Jubiläum

| 10. Februar 2018

Das Netzwerk für Entwicklungszusammenarbeit bedauert den ablehnenden Entscheid des Triesenberger Gemeinderats zum Projekt «Lebenschance» und appelliert an die Gemeinden, den beabsichtigten Solidaritätsbeitrag nicht aufzugeben.
In einem Brief an die Vorsteher aller Gemeinden brachte das Netzwerk im Oktober 2017 den Vorschlag ein, anlässlich der 300-Jahr-Feier ein Entwicklungsprojekt im Ausland zu finanzieren. Es waren 24 private Organisationen in Liechtenstein, die den Brief gemeinsam einbrachten und damit die breite Abstützung dieser Idee signalisierten. Es hat uns sehr gefreut, dass die Vorsteherkonferenz ein offenes Ohr für unser Anliegen zeigte und dieses in das Projekt «Lebenschance» einbaute. Dafür bedanken wir uns herzlich.
Wir unterstützen das Projekt «Lebenschance» vollumfänglich, da es Menschen in den Mittelpunkt stellt, die in schwierigen Verhältnissen leben. Es gibt diese nicht nur in den Entwicklungsländern, sondern auch in Liechtenstein. Der Liechtensteinische Entwicklungsdienst und die Caritas sind erfahrene und gut verankerte Organisationen. Wir sind überzeugt, dass sie in Zusammenarbeit mit Vertretern von Gemeinden und sozialen Institutionen Projekte auswählen, die längerfristig (nachhaltig) wirken und vielen von Armut und Benachteiligung betroffenen Menschen eine Verbesserung ihrer Lebenssituation ermöglichen.
Den kritischen Stimmen und Leserbriefschreibenden möchten wir Folgendes entgegnen: Wir sind uns bewusst, dass wir mit Entwicklungszusammenarbeit allein die Ungleichheit in der Welt nicht beseitigen können. Aber für die Menschen, die vor Ort von den Projekten profitieren, bedeuten unsere Spenden eine wirkliche Chance auf ein Leben ohne Armut und auf eine bessere Zukunft. Die über 30 privaten Organisationen, die beim Netzwerk dabei sind, engagieren sich für genau diese kleinen, aber wirkungsvollen Hilfen.
Wir ersuchen die Gemeinden, das Projekt «Lebenschance» nicht aufzugeben. Es wäre traurig, das 300-jährige Bestehen des Landes Liechtenstein zu feiern, ohne ein Zeichen der Dankbarkeit und der Solidarität mit Menschen, die weniger gut gestellt sind.
Folgende Mitglieder des Netzwerks unterstützen dieses Anliegen:
• Chance for Children
• Concordia Club Liechtenstein
• Flüchtlingshilfe Liechtenstein
• Haiti Verein in Liechtenstein
Indienhilfswerk «Hilfe zur Selbsthilfe»
• Lankahelp Stiftung
• Madagaskarhilfe
• Namaskar India
• Nsalasani
• One Agape – Sport & Education
• Pamoja for Transformation
• Rowdeldy Stiftung
Tellerrand – Verein für solidarisches Handeln
• Teranga Senegal
• Terre des Hommes
• Together – Hilfe für Indien
• Verein Direkthilfe Nigeria
• Verein Freunde der Viktoriaschule
• Verein für humanitäre Hilfe
• Verein Hilfe für Bangladesh
• Verein Kipu
Verein Lichtblick – Heilpädagogische Hilfe Nicaragua
• Verein Mali-Kinderhilfe
• VIVAT

• Weihnachten im Schuhkarton
Wir Teilen: Fastenopfer Liechtenstein
• YANA-Stiftung

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