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Leserbrief

Gamprin für «Lebenschance»

Renate Kaiser,Bühelstrasse 20, Triesenberg | 8. Februar 2018

Gamprin ersetzt die geistige Windstille der Vorsteherkonferenz (siehe Artikel vom 3. Februar 2018) durch operative Hektik, indem 44 000 Franken für das Projekt «Lebenschance» gesprochen wurde, obwohl der Liechtensteinische Entwicklungsdienst (LED) noch zuerst die entsprechenden Projekte auszuarbeiten hat (Artikel vom 20. Januar 2018).
Es ist unverständlich, wie im Zeitungsartikel vom 3. Februar 2018 behauptet werden kann, die anderen Gemeinden würden unter dem Begriff «Lebenschance» nun ihren Beitrag leisten. Mit dem Artikel wird lediglich versucht, die anderen Gemeinden dazu zu bringen, es gleich zu tun wie Gamprin.
Reichen die jährlich 15 bis 17 Millionen vom Staat noch nicht an den LED? Was bereits einen jährlichen Pro-Kopf-Betrag von 400 bis 500 Franken ergibt, sorgt einmal mehr für viel Groll im Ländle. 1 Million in einen Topf mit 15 bis 17 Millionen zu werfen, löst kaum eine Welle der Anerkennung für einen europäischen Kleinstaat aus, der sein 300-Jahr-Jubiläum in Würde feiern sollte.
Wie viel Geld soll denn noch im Entwicklungsdienst versickern, ohne ein Problem zu lösen?
Ein weiteres Abführen der Steuergelder in fragwürdige Projekte ins Ausland trägt sicher nicht zu zukünftiger Spendenbereitschaft der Bevölkerung bei, so der Tenor im Lande, und das schon gar nicht wiederholt für noch nicht mal bestimmte Projekt-Töpfe!
Weshalb soll Liechtenstein zu seinem 300-Jahr-Jubiläum seine Schaffenskraft nicht mit einem geistreichen Werk zeigen. Weshalb werden Ideen aus der Bevölkerung nicht aufgegleist, sind doch genügend vorhanden. Fragt doch heute nach dem Nein zur Hängebrücke nochmals nach der Meinung der Bevölkerung.
Es ist auch unverständlich, weshalb man sich an durchgeführte Feierlichkeiten erinnern sollte anstatt an das 300-Jahr-Jubiläum unseres Staates. Es ist für einen Staat übrigens völlig verpönt, über angeblich Gutes zu sprechen, so was kommt äusserst negativ an («Tue Gutes und rede darüber»).
Es ist zu hoffen, dass die Zustimmung zur Todgeburt «Lebenschance» sich nicht in den weiteren Gemeinden wiederholt.

Renate Kaiser,
Bühelstrasse 20, Triesenberg

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