Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

«Sauberes Trinkwasser», hoch zu Ross

Herbert Elkuch, Abgeordneter | 5. Februar 2018

Die Hausinstallationen sollen auf den Stand der Technik nach den Leitsätzen (Richtlinien W3) des SVGW gebracht werden. Verantwortlich und Kostenträger ist der Hauseigentümer. Wenn das so sein soll, wäre es für den Eigentümer gut zu wissen, was in den SVGW-Richtlinien steht. Auf welche Dinge sollte man achten, damit man auf der sicheren Seite steht. Die Vorgaben in den SVGW-Richtlinien wurden von der WLU nicht kommuniziert. Auf der Internetseite des SVGW, wird ein blauer Umschlag gezeigt, Info nur gegen die Bezahlung eines grösseren Geldbetrages. Die Broschüre an alle Haushalte ist nicht informativ. Der Bürger darf erwarten, dass die Vorschriften kostenlos verfügbar sind. Eine Broschüre, verständlich formuliert, bebildert und mit praxisorientierten Beispielen. Anstatt zu informieren wird ein Kontrolleur für 200 bis 300 Franken aufgezwungen. Der Kontrolleur verewigt mitunter in seinem Bericht Mängel, die nicht vorhanden wären, wenn man gewusst hätte, auf was man achten muss. Die Aktion «sauberes Trinkwasser» ist eine bürokratische Umsetzung der Anpassung des Regelwerkes der SVWG an die Inkraftsetzung der EN 1717 (Europäische Norm). Kernstück: Verunreinigtes Wasser darf nicht ins öffentliche Trinkwassernetz zurückgelangen. Bislang ist in Liechtenstein gemäss Gesundheitsamt kein Rückfluss ins öffentliche Netz mit Auswirkungen auf die Gesundheit registriert. Das Verantwortungsbewusstsein in der Bevölkerung ist hoch. In Betrieben mit komplexen Anlagen und leistungsfähigen Betriebswasserpumpen sind Kontrollen sinnvoll, aber bei jedem WC-Spülkasten den Höhenunterschied zwischen Ein- und Überlauf zu kontrollieren, ist übertrieben. Absteigen vom hohen Ross ist angesagt. Sind Rückflussverhinderer unabdingbar, dann könnte die WLU sicherlich nach einer kostengünstigen Lösung suchen, welche an der Wasseruhr zusammen mit der turnusmässigen Überprüfung eingebaut werden kann. Das wäre für die Wasserbezüger sicher günstiger und für das ganze Land eine einheitliche Lösung. Nur regelmässig kontrollierte Sicherheitseinrichtungen sind halbwegs verlässlich. Die WLU verschweigt Folgekosten für die Wartung, obwohl der SVGW jährlich eine Inspektion empfiehlt. Eine hundertprozentige Sicherheit bräuchte zusätzlich eine permanente Überwachung. Wieviel kostet denn das Ganze samt Konformitätserklärung den Hausbesitzer im Durchschnitt? Auch mit teurer Technik ist für sauberes Trinkwasser weiterhin das Verantwortungsbewusstsein der Benutzer entscheidend. Für mehr Transparenz

Herbert Elkuch, Abgeordneter

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung