Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

«Schmollecke» – LLS Vaduz?

Udo Meesters,Hofistrasse 42, Triesenberg | 3. Februar 2018

Ich weiss nicht, was passiert wäre, wenn meine Frau von Notarzt und Rettung nicht gleich ins nächste Spital (in diesem Falle das LLS in Vaduz) eingeliefert worden wäre. Dort wurde ein Gehirnschlag festgestellt, schnell reagiert und somit weitere Schäden durch den Gehirnschlag verhindert. Einziger bleibender Schaden war eine eingeschränkte Motorik am linken Fuss, der durch entsprechende physiotherapeutische Behandlung mittlerweile fast wieder hergestellt wurde. Der Gehirnschlag erfolgte am 16. August 2017.
Warum man jetzt plötzlich so gegen das LLS schiesst, ist mir unverständlich. Ich persönlich sowie auch meine Frau würden immer wieder das nächstliegende Spital, also das LLS in Vaduz, bevorzugen, um sofortige Hilfe zu bekommen. Letztendlich liegt auch die Entscheidung beim Notarzt. Ich finde jedoch, statt laufende Diskussionen über rote Zahlen, Unwirtschaftlichkeit oder Fachkompetenz zu führen und auf Medicnova, Chur, Grabs etc. zu verweisen, sollte ich als Patient in Liechtenstein doch endlich erwarten können, dass man konkrete Informationen erhält, wozu das LLS fähig ist und wozu nicht.
Wir wohnen in Triesenberg und wenn ich alleine die Zeit rechne vom getätigten Notruf bis zum Eintreffen des Notarztwagens vor unserer Haustüre, dann stelle ich mir die Frage, ob die Zeit zu einer Reise nach Grabs oder Chur noch erwähnens- und lebenswert ist. Oder ob ich nicht gleich die Rega informiere und den Antrag stelle, in jeder Gemeinde ein bis zwei Helikopter-Landeplätze einzurichten – zum Wohle aller mit Herz- und Gehirnschlag.
Ich möchte nicht wissen, wieviele Menschen nicht überleben werden, wegen dieser unnützen Diskussionen.
Das LLS hat einen Helikopter-Landeplatz. Rettungswagen zum LLS, dann mit Helikopter zur Spezialklinik. Denn schon bei einem Verkehrsstau nützt weder Chur noch Grabs mit Blaulicht dem Patienten etwas. Also nicht Kritikpunkte sind lebenswichtig, sondern eine entsprechende Logistik in Bezug auf Notfalltransporte, also Notfallsysteme, die einen wirklich schnellen lebensnotwendigen Transport zum Wohle des Patienten gewährleisten.
Es sei denn, man erwartet von jedem Menschen, dass er sofort erkennt, ob es sich um einen Herz- oder Gehirnschlag handelt. Denn dann könnte dieser ja selbst direkt den Patienten zu einem Spital fahren, um die Zeit des Wartens auf Notarzt und Rettung zu sparen.
Ich danke auf jeden Fall den Ärzten vom LLS für die schnelle, kompetente Behandlung meiner Frau.


Udo Meesters,
Hofistrasse 42, Triesenberg

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung