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Leserbrief

Wichtige Information an alle Hausbesitzer

Erich Hasler und Herbert Elkuch, DU-Landtagsabgeordnete | 1. Februar 2018

Auch wenn jeder Bürger das Projekt «Sauberes Trinkwasser» im Kern gerne unterstützen würde, macht das Vorgehen der Behörden viele Bürger sauer.
Fast alle Hauseigentümer haben ihre sanitären Hausinstallationen von einheimischen Gewerbebetrieben ausführen lassen. Der Präsident der Wasserversorgung Liechtensteiner Unterland (WLU) hält im «Volksblatt» vom 30. Januar fest: «Der Installateur aus Polen kann den hiesigen Standard oft nicht erbringen», 90 Prozent der 60 kontrollierten öffentlichen Gebäude weisen Mängel auf! Die WLU stellt den hiesigen Sanitärfirmen ein schlechtes Zeugnis aus. Der Sanitärbetrieb ist für seine Arbeit in der Verantwortung, auch für die von Angestellten aus Polen. Der Hausbesitzer war und ist im guten Glauben, dass seine von einem konzessionierten Installateur erstellte Installation qualitativ in Ordnung ist und dem gültigen Recht entspricht. Dazu kommt, dass beim Anschluss an das öffentliche Netz ja auch die WLU selbst beteiligt war. Jetzt die böse Überraschung!
Die Behörden verpflichten nun alle Hausbesitzer, innerhalb einer gesetzten Frist einen Kontrolleur zu beauftragen und für die Kontrolle, gemäss «Volksblatt», 200 bis 300 Franken zu bezahlen. Festgestellte Mängel muss der Eigentümer beheben und bezahlen. Unterlässt er ­dies, so kann die WLU die Mängel auf Kosten des Kunden beheben lassen. Nach der Mängelbehebung erfolgt eine Nachkontrolle und erst dann kann die verlangte Konformitätserklärung erstellt und der WLU zugestellt werden.
Die meisten Hausinstallationen haben kein Rückschlagventil an der Wasseruhr. Nun müssen die Hausbesitzer auf eigene Kosten mindestens das Rückschlagventil nachrüsten. Kosten: circa 200 Fraanken Material und 200 bis 300 Franken Zeitaufwand, aber nur wenn ausreichend Platz für den Einbau des Rückschlagventils (circa 20 Zentimeter Länge) vorhanden. Ansonsten wird es deutlich teurer! Wenn man 250 Franken für den Kontrolleur und 400 Franken für Nachbesserungen veranschlagt, ergibt das für über 20 000 Wohneinheiten in Liechtenstein rund 13 Millionen unvorhergesehene Kosten für die Hausbesitzer.
Wir vertreten die Ansicht, dass die Wasserversorgung für die (jahrelang) versäumten Kontrollen verantwortlich ist. Sie selbst muss doch mögliches Eindringen von Fremdwasser ins öffentliche Netz kontrollieren und sichern. Wofür bezahlen wir denn Anschlussgebühren? Die Wasserversorgung war verpflichtet, die Qualität der Trinkwasserversorgung bis nach der Wasseruhr zu gewährleisten.

Erich Hasler und Herbert Elkuch, DU-Landtagsabgeordnete

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