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Leserbrief

«Mein K(r)ampf»

Hans Jaquemar,Rüttigass 35, Nendeln | 21. Januar 2016

Rechtspopulismus

Kürzlich las ich, dass in Liechtenstein kein Interesse an der kommentierten Neuausgabe von Hitlers «Mein Kampf» bestehe. Schade. Die, teilweise noch lebenden, Zeitgenossen des Dritten Reiches sagen immer wieder, sie hätten von dem, was da geschehen ist, nichts gewusst. In Hitlers Buch wäre alles im Voraus nachzulesen gewesen, jede Familie hatte es im Bücherschrank stehen – zur Hochzeit wurde es dem Paar übergeben. Aber, aus verhängnisvoller kirchlicher Tradition war man gewohnt, die bei der Trauung übergebene Traubibel ungelesen ins Regal zu stellen. So ist das Unwissen in unseren Landen weithin verbreitet – über das, was in der Bibel steht, was Sekten und Vorurteilen Vorschub leistet – und über das, was Hitler von sich gegeben hat, was dazu führt, dass sich zunehmend rechtspopulistische Politiker bewusst oder unbewusst der nazistischen Sprüchen bedienen. Um dem vorzubeugen, wäre es gut, wenn die neue Ausgabe von «Mein Kampf» Pflichtlektüre in unseren Schulen würde …

Hans Jaquemar,
Rüttigass 35, Nendeln

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