Leserbrief

Schande für Malbun

Franz Schädler,Rossbodastrasse 27, Triesenberg | 27. Januar 2018

Die Brücke wird im Frühling entfernt: Diese Aussage des ABI-Leiters Markus Verling lesen wir im «Vaterland» vom 25. Januar. Dies sei mit der Bauherrschaft so vereinbart worden. Diese Aussage bestätigt, dass die verantwortlichen Herren des ABI den Ernst der Lage bis heute noch nicht begriffen haben.
Hier gibt es schlicht nichts zu vereinbaren. Es müsste schon längst durchgegriffen werden.
Drei Abbruchtermine wurden bisher ignoriert. Der letzte vom 6. September 2017, gerichtlich verordnet.
Mit dem normalen Bürger wird nicht verhandelt, diesem werden seitens des ABI wegen Bagatellen gerichtliche Schritte angedroht.
Es ist seitens des ABI schon eine Frechheit mitzuteilen, dass der gerichtlich verordnete Abbruch innert dreier Monate nicht machbar sei. Zumal die gerichtliche Festsetzung faktisch in die beginnende Wintersaison gefallen sei. Kann das ABI Gerichtsentscheide aufheben?
Von September bis Dezember wäre genug Zeit und keine Beeinträchtigung durch Wetterunbill gewesen, um ein Provisorium abzubrechen.
Das ABI, seine Sachbearbeiter inklusive Amtsleiter kommen hier schon seit Jahren ihren Verpflichtungen und Aufgaben nicht nach und begünstigen somit einen gewissen Personenkreis.
Im Fall der unrechtmässigen Dacheindeckung und der provisorischen Baubrücke verweigert das ABI schon seit Jahren die Durchsetzung der Bauverordnung sowie des Baugesetzes und begünstigt die Nichteinhaltung gerichtlicher Anordnungen. Solche Mitarbeiter sind in einer funktionierenden Landesverwaltung nicht tragbar.
Nachdem anscheinend seitens der Verantwortlichen nicht durchgegriffen und all dies toleriert wird, entsteht der Anschein, dass solche Machenschaften seitens der Politiker auch noch geschützt werden. Solche krassen Fälle müssten eigentlich nicht nur Ressortverantwortliche, sondern jeden Politiker, jede Politikerin aus Liechtenstein aufrütteln und sie müssten um Aufklärung bestrebt sein. Sollten dabei, wie man vermuten könnte, korruptionsähnliche Vorkommnisse, Begünstigung, wie Verweigerung der Aufsichtspflicht und Tolerierung von Gesetzesverstössen seitens des ABI ans Tageslicht kommen, müssten umgehend Konsequenzen, wie in einem Rechtsstaat üblich, eingeleitet werden.
Wie lange müssen wir noch zusehen, bis die verantwortlichen Politiker hier für Recht und Ordnung sorgen? «Will man den Sumpf trockenlegen, darf man nicht die Frösche fragen.» Wir bleiben am Ball.

Franz Schädler,
Rossbodastrasse 27, Triesenberg

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