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Leserbrief

Von 2500 auf 1500 ...

Stefan Liebigt, Im Rossfeld 32, Schaan | 15. Januar 2018

Im Hinblick auf die derzeit geführte «Diskussion» um die Leserbriefkultur und auch Vielfalt könnte es vielleicht seitens der beiden Landeszeitungen eine Überlegung wert sein, die maximale Zeichenzahl für «Gratissendungen» von 2500 auf 1500 Zeichen zu reduzieren. Wer die derzeitige Version bevorzugt, könnte dies gegen Entrichtung eines entsprechenden Unkostenbeitrages selbstverständlich auch weiterhin in Anspruch nehmen. Somit könnte auch dem in letzter Zeit immer wiederkehrenden Ruf nach «versuchter Zensur oder Angriff auf die freie Meinungsäusserung» entgegengewirkt werden. Für all diejenigen, die sich in jüngster Vergangenheit in diesem Recht beschnitten fühlen und doch immer wieder ihre Beiträge veröffentlicht sehen, sich für ebenso «allwissend» und «sprachgewandt» halten, sollte es doch ein Leichtes sein, ihre «freie Meinung» auch in verkürzter Form kundzutun oder wie eingangs erwähnt die «kostenbedingte Variante» wählen. Nichts gegen kritische Meinungen und «die Dinge beim Namen nennen», aber ob zukünftig der Verzicht auf die sogenannte «political correctness» und «No-hate-speach» die Basis für eine konstruktive und zielführende Gesprächskultur im demokratischen Sinn bilden soll, diese Frage sollte sich jeder selbst beantworten. Beide oben erwähnten Schlagwörter bedeuten letztendlich nichts anderes, als dass Anstand und Respekt vor dem Gegenüber gewahrt bleiben sollen. Diese beiden Charaktereigenschaften sind zudem kostenlos, geruchsfrei und geräuscharm, letztlich aber eine Sache der Erziehung, die ein jeder in seiner Kindheit genossen hat oder eben auch nicht.

Stefan Liebigt,
Im Rossfeld 32, Schaan

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