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Leserbrief

«Das hat allein der Wähler zu entscheiden»

Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter,Brata 6, Mauren | 5. Januar 2018

Leserbrief zu den Berichten über das Neujahrsinterview mit dem Fürsten und über das Interview mit dem Erbprinzen:
Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Frauenquote. (Frei nach dem kommunistischen Manifest). Ganz allgemein überlegt: In einigen Fällen kann man eine bestimmte Geschlechterverteilung wünschenswert finden. Zum Beispiel kann man es für erstrebenswert halten, dass in Kindergärten ein bestimmter Anteil an Männern Betreuer sind. Ist in der Politik ein bestimmter Frauenanteil erstrebenswert? Dazu gibt es verschiedene Meinungen, entscheiden darf das aber allein der Wähler!
Wenn sich weniger Frauen zur Wahl stellen, kann man das bedauerlich finden, aber das ist ihre Entscheidung. Wenn weniger Frauen gewählt werden, kann man das bedauerlich finden, aber das hat allein der Wähler zu entscheiden. Die Verfechter von Frauenquoten suggerieren, dass ein geringer Frauenanteil ein Beweis für eine Unterdrückung von Frauen und für ein Unrecht sei. Das stimmt sicher nicht, denn keiner hat ein Recht darauf, gewählt zu werden. Unrecht geschieht aber, wenn der Staat per Zwang Frauenquoten einführt, sei es in der Politik, sei es unter Staatsangestellten oder sei es gar in einem privaten Bereich (z. B. in einem Unternehmen oder in einer Hochschule). Dann greift er dort ein, wo er kein Recht dazu hat. Trauen wir uns, das Offensichtliche zu sagen: Es ist in Ordnung, wenn in einigen Bereichen mehr oder auch nur Frauen oder mehr oder auch nur Männer tätig sind.


Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter,
Brata 6, Mauren

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