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Leserbrief

Quelle von Inspiration und Lebensfreude

Lukas Indermaur, WWF,Boden2, Trogen | 20. Dezember 2017

Zu den Aufweitungen des Alpenrheins sind im Jahre 2011 und 2015 Umfragen durchgeführt worden, die ältere im gesamten Alpenrheintal, die andere in den Gemeinden unterhalb Liechtensteins bis zum Bodensee. Beide Umfragen ergaben eine hohe Zustimmung der Bevölkerung für eine Rheinaufweitung. Weil im Zuge der Rhy-Fäschter die Aufweitungen im Fürstentum verstärkt diskutiert wurden, teils kontrovers, lancierte die Werkstatt Faire Zukunft im 2016 eine Meinungsumfrage mit Fokus auf das Land Liechtenstein. Durchgeführt wurde die jüngste repräsentative Umfrage durch das schweizerische Forschungsinstitut DemoSCOPE. Die hohen Zustimmungswerte aus den früheren Umfragen haben sich dabei bestätigt: 69 Prozent der befragten Personen in Liechtenstein befürworten die Rheinaufweitungen, wenn die Hochwassersicherheit gewährleistet ist. Bei den Anhängern aller politischen Gesinnungen sind deutliche Mehrheiten für die Aufweitungen erkennbar. Die Umfrage ist öffentlich (Homepage: http:www.fairezukunft.org/ umfrage) und wurde 2016 medial verbreitet. Von konspirativem Hinterzimmer-Gewurstel, das Herr Hoop unterstellt, kann also keine Rede sein. Zudem wird im Leserbrief der Titel des Artikels «Wenn Liechtenstein nicht mitmacht, verpufft alles» unnötigerweise in die Drohung «Wenn der Druck steigt, verpufft alles» umgewandelt. Es ist höchste Zeit die rund vier Aufweitungen, die im Entwicklungskonzept Alpenrhein aus dem Jahr 2005 vorgezeichnet sind, endlich anzugehen. Die Absichtserklärung zur Umsetzung haben die Regierungen mit Ihrer Unterschrift unter das Konzept damals gemacht. Warum also nicht anpacken, wozu man sich längst bekannt hat? Rheinaufweitungen sind also keine Erfindung der Umweltverbände oder eine optionale Massnahme. Im Gegenteil, die EU-Wasserrahmenrichtlinie und die Gewässerschutzvorschriften sehen die Erreichung des guten ökologischen Potenzials vor, das nur über die Realisierung von Rheinaufweitungen erreicht werden kann. Rheinaufweitungen sind also für wenige eine lästige Verpflichtung, die nur Land kostet. Eine Mehrheit der Bevölkerung erhofft sich aber ein Naturparadies zur Naherholung, eine Quelle der Inspiration und Lebensfreude. Die Wirtschaft kann zudem unmöglich den immensen Standortvorteil ausblenden.

Lukas Indermaur, WWF,
Boden2, Trogen

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