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Leserbrief

Schande für Malbun/FIFA

Franz Schädler, Rossbodastrasse 27, Triesenberg | 19. Dezember 2017

Manch einer wird sich fragen, was hat die Schande für Malbun mit der FIFA gemeinsam. In beiden Fällen passieren undurchsichtige Aktionen, die offiziell totgeschwiegen werden. Weder das ABI, das Amt für Umwelt, das Amt für Bevölkerungsschutz, noch die LGU, der Tourismusverein etc. äussern sich zu diesem Brückenfall. Seit Fertigstellung der Ferienhäuser im Frühjahr 2012 steht die provisorische Baustellenbrücke illegal in der Grünzone und in der roten Gefahrenzone. Bald 6 Jahre lang verschandelt sie die naturnahe, sensible Bachlandschaft. Einzelpersonen glauben, ihnen stehen mehr Rechte zu und die Behörden sind nicht fähig oder willens, dies zu unterbinden. Ironischerweise werden die Malbuner jedes Frühjahr aufgefordert, an der Bachräumung teilzunehmen, um so die schöne Bachlandschaft zu erhalten.
Für die provisorische Baustellenbrücke wurden durch das ABI und letztendlich durch Gerichtsentscheid schon drei Abbruchtermine verfügt, die allesamt missachtet wurden: Ende Juni 2016, dann 30. April 2017 und letztendlich durch Gerichtsentscheid 6. Dezember 2017. Wieso wird hier nichts unternommen, auf wen oder was wird hier Rücksicht genommen?
Der Abbruch der Baustellenbrücke hat mit der Planänderung für eine breitere Brücke nichts gemeinsam. Seit 15. April 2011 ist die Fussgängerbrücke von 1.50 m bewilligt und somit wäre, sofern man wollte, der Zugang gesichert. Schon im Leserbrief vom 18. Oktober 2016 prangerte ich nebst der Baustellenbrücke die laut Bauordnung nicht erlaubte Dacheindeckung an, deren Abbruch der Triesenberger Gemeinderat am 2. Oktober 2012 verlangte. Warum schrieb das ABI am 20. Februar 2013: Es werde die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands nicht in die Wege leiten? Warum schiebt das ABI als Baubehörde den schwarzen Peter der Gemeinde in die Schuhe? In diversen, andere Personen betreffenden Bagatellfällen verlangt das ABI unter Androhung rechtlicher Schritte deren Behebung.
Aufgrund meines damaligen Leserbriefes wurde ich am 21. Oktober 2016 von der FL-Polizei als Zeuge vernommen. Auf meine Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass die Aussage an die Staatsanwaltschaft geleitet werde. Was damit passierte, entzieht sich meiner Kenntnis. Seit damals herrscht Stillschweigen. Vielleicht ist es doch wie bei der FIFA – es passieren Dinge, die normale Menschen nicht nachvollziehen können. Ob sie rechtens sind, wird leider nicht geklärt und vieles bleibt daher im Dunkeln. Der Schleier des Schweigens wird nicht gelüftet. Steckt dahinter «Veterliwirtschaft» oder schon Beihilfe zur Gesetzesumgehung?
Wir alle hoffen nun auf «einschläfernde» Weihnachten und dass in Malbun wieder der Frühling einkehrt, damit das Verfassungsmärchen, «in Liechtenstein sind alle gleich», weitergehen kann.

Franz Schädler, Rossbodastrasse 27, Triesenberg

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