Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Das Rheintal rüstet im öffentlichen Verkehr auf. Und Liechtenstein?

Die Arbeitsgruppe «Klima undUmwelt» der Freien Liste | 16. Dezember 2017

Unsere Nachbarn setzen auf den öffentlichen Verkehr. Konkret sollen im St. Galler Rheintal 215 Millionen in die Bahninfrastruktur investiert werden. Damit kann künftig zwischen St. Gallen und Chur im 30-Minuten-Takt gefahren werden. Vorarlberg optimiert den 15-Minuten-Takt zwischen Bregenz und Bludenz.
Unsere Regierung gab im Bericht und Antrag 101/2011 «Informationen über das Projekt S-Bahn FL–A–CH» ein klares Bekenntnis ab. Da heisst es: «Liechtenstein erhält ein attraktives und vernetztes S-Bahn-Angebot; der Verkehrsträger Strasse soll mit einem leistungsfähigen Verkehrsmittel auf der Schiene ergänzt werden; die S-Bahn erweist sich in Bezug auf Geschwindigkeit und Stauunabhängigkeit als interessante Alternative zum Auto. Sie soll als attraktives und wettbewerbsfähiges Rückgrat des regionalen öffentlichen Verkehrs die Städte und Ortschaften der Region möglichst direkt verbinden und für Arbeitspendler eine echte Alternative zum eigenen Auto bieten. Sie soll die ÖV-Systeme Vorarlberg und Schweiz zu einem durchgängigen regionalen Angebot verbinden sowie das Umsteigen in alle Richtungen in Buchs und Feldkirch ermöglichen. Die Bahn funktioniert als Mittelverteiler und der Bus als Feinverteiler. Die S-Bahn stellt die Schlüsselinfrastruktur dar; durch die S-Bahn profitiert der Wohn- und Arbeitsort Liechtenstein. Die Reisezeiten für die Bevölkerung wie auch für Zu- und Wegpendler innerhalb der Region sollen deutlich verkürzt und die Anzahl der Fahrgäste pro Tag soll von derzeit circa 500 auf über 4000 gesteigert werden, während das immer mehr an seine Kapazitätsgrenzen stossende Landstrassennetz so entlastet werden soll. Die S-Bahn FL–A–CH nützt allen Verkehrsteilnehmenden – auch denjenigen, welchen das Angebot nicht direkt zustatten kommt.»
Soweit so unklar! Wie steht die heutige Regierung zu diesem Projekt? Durch die S-Bahn soll unsere Mobilität zukunftsweisend entwickelt und der überbordende Individualverkehr erträglicher gemacht werden. Für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes ist dies von allergrösster Bedeutung. Das aktuelle Regierungsprogramm schweigt sich aus, was von grosser Mutlosigkeit zeugt. Wir sind gespannt, wie die Regierung gegenüber unseren Nachbarn auftritt. Diese bauen nämlich zügig ihr Schienennetz aus. Und wir? Wir laufen Gefahr, dass der Zug in Richtung einer leistungsfähigen Mobilität ohne uns abfährt.
Wie denken Sie darüber? Ihre Anregungen, Fragen und Vor- schläge sind uns willkommen auf info@freieliste.li.

Die Arbeitsgruppe «Klima und
Umwelt» der Freien Liste

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung