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Leserbrief

Anerkennungspflicht?

Jo Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 16. Dezember 2017

Das «Volksblatt» berichtete über das Tun des Amtstierarztes, der, mit zwei Polizisten bewaffnet, einer alten Frau gegen ihren Willen einfach den Hund gewaltsam weggenommen hat, um ihn zu töten. Da sie sich von dem geliebten Tier nicht trennen wollte, verurteilte sie das Gericht auch noch zu einer Strafe von 500 Franken. Was bei der Geschichte besonders auffällt ist der Satz: «Jemand» hätte die Behörden informiert.
Auch hier im Rheintal vegetieren Abertausende Hühner, Schweine, Rinder in fensterlosen Mastfabriken dahin ohne jemals einen Sonnenstrahl, oder gar grünes Gras gesehen zu haben. Wir werden aber nicht erleben, dass der Amtstierarzt mit der Polizei auch nur eine dieser leidenden Kreaturen aus ihrem Elend befreit. Einer alten Frau den alten Hund aus den Armen reissen schon.
Tatsächlich lauern solche «Jemande» gierig darauf bis du etwas machst, das «sie» dann für geeignet finden, die Behörden gegen dich zu verwenden. Und diese lassen sich willfährig wie die Jagdhunde vor den Schützen hertreiben, die Beute aufzustöbern, um sie den Herrchen untertänigst vor die Füsse zu legen. Diese Aufpasser lauern überall, wobei der Tierschutz, die Homophobie und der Rassismus jene wundersamen Waffen sind, mit denen man immer gewinnt. Sehr geschickt nutzen diese «Jemande» unter dem Zeitgeist des Gutmenschentums als Credo die Charta der Menschenrechte in freimütiger Definition, um, wie noch nie in der Geschichte, unsere Welt zu «ihrer» eigenen zu machen. Es gibt «Jemande» die lüstern förmlich nach Brandmarkung anderer. Und das Vortreffliche an den Menschenrechten; Meinungs- Denk- und Redefreiheit haben in jedem Fall zu kuschen.
Jetzt hat sich in der Schweiz ein schwuler Schiedsrichter geoutet und sich damit sofort zum Medienstar gemausert. Nur wahrscheinlich ist es dem Durchschnittsschweizer völlig wurscht, ob dieser Schiri nun schwul ist oder nicht. Aber ihm ist es nicht wurscht, denn er will unbedingt, dass du anerkennst, dass er so ist und deshalb unter dem Schutz der Menschenrechte steht, vor welchen du dich zu verbeugen hast. Unter diesen Schutzmantel ist er geschlüpft, um die Chance zu nutzen, damit sein grosses Leid, das er nun als Geouteter zu ertragen hat, von der Gesellschaft mitgetragen und anerkannt werden muss, will sie nicht straffällig werden. Er nimmt also die Menschen ungefragt in die Pflicht und nicht sie ihn.
Somit muss man darüber nachdenken, ob man nicht das Menschenrecht dazu einzusetzen sollte, um den Menschen vor ihm zu schützen.

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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