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Leserbrief

Demenz im Alter

Agnes Dentsch, Poliweg 12, Ruggell | 14. Dezember 2017

Demenz ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Zustand, verursacht durch eine Vielzahl unterschiedlicher Ursachen. Mit dem Alter kommen die «Alterserscheinungen». Das Gedächtnis lässt nach, mal zwickt es da mal dort, Bewegungen werden langsamer, der Stoffwechsel wird träger. Das sind Symptome, die zum Altwerden gehören. Ohne Medikamente würden wir an Altersschwäche sterben. Aber die heutige Apparatemedizin und die vielen Pillen helfen uns, länger zu leben.
Aber zu welchem Preis dahinvegetieren?
Eine grosse wissenschaftliche Studie https://alzheimer.ch/de/wissen/diagnose/magazin-detail/213/sind-alzheimer-diagnosen-ein-lukrativer-schwindel/ hat gezeigt, dass rund drei Viertel aller Demenz-Diagno-sen falsch sind. Zur Diagnose werden ein oder zwei kurze neuropsychologische Tests gemacht und wenn man nicht der Norm entspricht, heisst es: «Sie haben Demenz.» Es werden Medikamente verschrieben, das ist einfach und geht schnell. Diese Medikamente wurden aufgrund von Studien der Pharmaindustrie zugelassen, bei denen getrickst wurde. Ergebnisse wurden verzerrt, damit der Eindruck entsteht, dass die Medikamente nützlich sind. Viel wichtiger wäre eine gründliche Untersuchung, wie zum Beispiel die Bildgebung, um eine Schrumpfung des Hirns, Tumoren oder eine Hirnblutung zu erkennen.
Ausserdem gibt es tatsächlich mehr als 130 Medikamente, die demenz-ähnliche Symptome hervorrufen können, wie Schmerzmittel, Cholesterinsenker, Schlafmittel, Psychopharmaka usw. Die Folgen sind fatal: Stürze, Nierenschädigung, Schlaganfälle, Herzinfarkte, Atembeschwerden etc.
Die Demenz an sich ist nicht tödlich, vielmehr ist eine körperliche Erkrankung die Todesursache, gerade im hohen Alter.
Viele ältere Menschen werden wieder geistig vollkommen klar, wenn man ihnen den Elektrolyt-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringt und wenn sie bestimmte Medikamente wie Schmerzmittel, Cholesterinsenker oder Psychopharmaka stufenweise absetzen, oder durch andere, besser verträgliche Mittel ersetzt.
Wie heisst es so schön: «Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.»

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

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