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Leserbrief

Jetzt reichts

Manfred Büchel,Gastelun 4, Eschen | 12. Dezember 2017

«Heizöl und Erdgas werden ab dem 1. Januar 2018 in Liechtenstein teurer. Die CO2-Abgabe steigt rund 3 Rappen pro Liter beziehungsweise Kubikmeter. Grund dafür ist der Vertrag betreffend die Umweltabgaben mit der Schweiz, das Liechtenstein verpflichtet, allfällige Änderungen in der Schweiz zu übernehmen», konnte man vergangenen Samstag im «Liechtensteiner Vaterland» lesen. Du meine Fresse, jetzt sind die Schweizer auch noch daran schuld. Dazu das liechtensteinische Gesetz vom 6. September 2013 über die Reduktion der CO2-Emissionen (CO2-Gesetz):
«II. CO2-Abgabe Art. 3 CO2-Abgabe auf Brennstoffen
1) Auf die Herstellung, Gewinnung und Einfuhr von Brennstoffen wird eine CO2-Abgabe erhoben.
2) Der Abgabesatz beträgt je Tonne CO2 36 Franken. Die Regierung kann den Abgabesatz unter Berücksichtigung der massgebenden Gesetzgebung in der Schweiz mit Verordnung bis auf höchstens 120 Franken erhöhen.»
Mit 36 Franken wären wir also bei 3 Rappen pro Liter Heizöl oder etwa bei 2,8 Rappen auf Erdgas pro Kubikmeter. Mit dem Jahr 2018 sind wir auf 24 Rappen pro Liter Heizöl oder mit 21 Rappen pro Kubikmeter Erdgas angelangt. Folge dessen eine Steigerung von 800 Prozent. Welches Finanzinstitut bietet mir 800 Prozent Zins auf 5 Jahre?
Jetzt noch ein Zitat von einem sogenannten unseriösen Wissenschaftler, Prof. Dr. Friedrich-Karl Ewert, Geologe, Universität Paderborn: «Auf der kommenden Klimakonferenz in Paris soll ein Weltklimavertrag beschlossen werden. Ziel ist die Begrenzung der CO2-Emissionen, basierend auf der unbewiesenen Hypothese von Experten, dass sie eine Erderwärmung verursachen.» Wenn man aber bei sogenannten seriösen Wissenschaftlern recherchiert, beginnt jede Aussage mit: «Die Wissenschaft geht davon aus.» Dieser Aussage folgen dann so viele Konjunktive, dass mein geliebtes «Weihnachts-Chateaubriand» freiwillig aus der Bratpfanne hüpft.
Liebe Erdgas- und Heizölkunden. Wir bezahlen, basierend auf einer Hypothese, eine Steuer, die an-schlies­send in die Industrie fliesst. Wir haben aber zwei Möglichkeiten: «Entweder organisieren wir uns und unternehmen etwas, oder wir lassen uns, trotz geballter Faust in der Tasche aber mit unterwürfig gesenktem Haupt, weiterhin von unserem Staat abzocken.» Es liegt an uns.

Manfred Büchel,
Gastelun 4, Eschen

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