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Leserbrief

Es weihnachtet sehr

Udo MeestersHofistrasse 42, Triesenberg | 11. Dezember 2017

Bald ist Weihnachten und schon kommen die ersten Spendenaufrufe und TV-Sendungen. Wenn es Spendenaufrufe für Inländer wären, hätte ich noch Verständnis dafür. Aber wohin gehen die meisten Spenden? Meistens dorthin, wo Waffenhändler und Kriegstreiber Tod, Not und Elend verbreiten. Statt auf die Stras-se zu gehen, diesem Kriegstreiben ein Ende zu bereiten, beruhigt man sein eigenes Gewissen durch Spenden. Nein danke. Erst öffnet man Grenzen ohne Kontrolle, fast überwiegend männliche Migranten lassen ihre Familien, Frau und Kinder im Kriegsgebiet zurück und die Medien fordern dann noch obendrein zur Spendenfreudigkeit auf. Helfen in der Not, dafür bin ich immer bereit. Aber nicht dort helfen, wo die eigene Politik international versagt und Tod, Not und Elend duldet. Dort, wo alleine Europa millionenschwere Waffendeals abschliesst. Nein danke. Nicht mit mir. Allen anderen schon jetzt eine «Frohe Weihnacht» und kein schlechtes Gewissen, denn ihr könnt ja nichts dafür. Doch, ihr könntet eigenen sozialschwachen und obdachlosen Menschen im eigenen Staat helfen. Menschen vor der eigenen Haustür. Alles andere empfinde ich als Gutmütigkeit am falschen Platz.

Udo Meesters
Hofistrasse 42, Triesenberg

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