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Leserbrief

«Gleich lange Spiesse» – Freier Zugang zu Ärzten in Liechtenstein und der Schweiz

Dr. oec. Herbert Werle,am Irkales 7, Vaduz | 1. Dezember 2017

Was haben die Ärzte mit den Bauern gemeinsam? Beide betreiben Heimatschutz auf Kosten der Konsumenten und zu ihrem eigenen Vorteil und beide haben schlagkräftige Lobbyorganisationen.

Herrn Pedrazzini ist für den Abschluss des Abkommens mit der Schweiz, das zur freien Arztwahl in Liechtenstein und der Schweiz für liechtensteinische Krankenkassenvericherte führt, zu gratulieren. ­Dies ist Wettbewerb und Wettbewerb wirkt preisdämpfend und nicht preiserhöhend.
Dass die Ärztekammer sich nun wieder gegen dieses Abkommen in Stellung bringt, ist klar. Den liechtensteinischen Versicherten soll der Arztbesuch in der Schweiz erschwert und in der Grundversicherung verunmöglicht werdern. Nachdem man sich mit Händen und Füssen gegen die Einführung des Tarmed-Tarifs gewehrt hat, wehrt man sich jetzt gegen eine mögliche Schrumpfung des Marktes. Dass dies zu Kostensteigerungen führen soll, widerspricht der volkswitschaftlichen Logik. Diesem Denken liegen planwirtschaftliche Überlegungen zugrunde, dass ein breitereres Marktangebot und ein freier Marktzugang zu mehr Kosten führt. Eine Patient wird nur einmal für dasselbe behandelt – ob in der Schweiz oder in Liechtenstein – ist unerheblich. Es entstehen daraus keine Mehrkosten, eher weniger.
Das Abkommen bringt klare qualitative und quantitative Vorteile für die liechtensteinischen Krankenversicherten. Zu hoffen ist, dass der Landtag im Sinne der liechtensteinischen Prämienzahler handelt und dem Abkommen zustimmt. Zu befürchten ist aufgrund der Lobbyarbeit das Gegenteil.

Dr. oec. Herbert Werle,
am Irkales 7, Vaduz

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