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Leserbrief

Zuweisung für Patienten: Ja – Legalisierung: Nein

Udo Meesters,Hofistrasse 42, Triesenberg | 23. Juni 2017

Cannabis-Legalisierung

Ich stelle mir langsam die Frage, in wie weit der Gesundheitsminister eigenständig im Sinne von Patienten handelt? Wieder mal wartet man ab, wie sich die Schweiz zu diesem Thema entscheidet. Weltweit wurde mittlerweile nachgewiesen, dass die Einnahme von Hanf/Cannabis bei vielen kranken Menschen Heilung, Schmerzlinderung und Depressionsabbau unterstützt. Weitaus besser als starke, teure Medikamente, dessen Nebenwirkungen zum Teil fatale Langzeitauswirkungen auf den Körper haben. Cannabis wird mittlerweile in Kalifornien bei Krebs- und Leukämiekranken mit Erfolg unterstützend eingesetzt. Ebenso bei Parkinson, Ostheoporose und so weiter. Inwiefern man(n) dann auf das Nachbarland warten muss, ist für mich schwer nachzuvollziehen. Einerseits will man auch im medizinischen Bereich in Bezug auf Patienten/Versicherte sparen und andererseits verhindert eigenständiges Denken und Handeln die sichere Reduzierung an hohen Kosten für Langzeitpatienten. Cannabis ist eigentlich nur dann eine Droge, wenn dessen THC-Gehalt relativ hoch ist. Auch Morphin ist eine Droge, ist aber im medizinischen Bereich legal, aber auch richtigerweise verschreibungspflichtig. Nur morphinhaltige Medikamente kann man selbst als Patient nicht anbauen und bringt der Pharma natürlich viel Geldgewinn. Würde man nun Cannabis auf Rezept zu realen Preisen anbieten, was dann? Cannabis ist sowohl eine Droge, als auch ein Naturheilmittel. THC- und/oder CBD-Gehalt machen den Unterschied aus. Aber man dröhnt den Patienten lieber mit Methadon, Valium oder Antidepressiva zu und lässt ihn mit den Nebenwirkungen alleine. Nebenwirkungen, die der Pharma, nach erfolgreicher Behandlung der eigentlichen Krankheitsursache, weiteren Gewinn bringen um die entstandenen Nebenwirkungen zu behandeln. Nebenwirkungen, wozu ich auch eventuell erforderliche Pflegehilfekosten zähle. Wenn ich also als Patient auf vielerlei Medikamente verzichte und stattdessen Cannabis (ohne schädigende Nebenwirkungen) einnehme, so stehe ich im Bereich der Illegalität, weil ich gesund werden will und nicht wieder krank durch Nebenwirkungen. Dazu brauch ich keinen Nachbarstaat um im Sinne von Patienten eine gesetzliche Entscheidung zu treffen. Hier könnte man bei vielen Patienten etwas gut machen und gleichzeitig sparen, was sich positiv auf die Krankenkassenbeiträge niederschlagen würde. Darüber sollte man(n) nachdenken und nicht darüber, was der Nachbar macht.

Udo Meesters,
Hofistrasse 42, Triesenberg

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