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Leserbrief

Der Bär ist los

Jo Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 20. Juni 2017

EU und mehr

Sehr verehrter Herr Karl Müller aus Triesen. Ich bin bemüht, hiermit Ihre Fragen so umfassend wie irgend möglich zu beantworten. Das anthropogene, also das vom Menschen gemachte CO2, ist 3,5 und nicht 5 % wie oft falsch dargestellt. Damit beläuft sich der Anteil Liechtensteins am menschengemachten CO2 auf 0,00001733 und auf 0,000000603 % an den globalen Emissionen. Somit ist die Aussage, es wären 0,000000607 %, nicht richtig. Und der EU-Verkehrskommissar, der sich 2 Millionen Pfund unter den Nagel riss, ist im Sternzeichen Wassermann geboren. Im Chinesischen war er ein Büffel, was aber kaum Rückschlüsse auf sein Verhalten zulässt. Der EU-Kommissionspräsident hingegen, der sich auf der Jacht eines griechischen Milliardärs aushalten lässt und zu seinem Sponsor avancierte, ist im Chinesischen ein Affe. Den Rest sollen Sie bitte in den EU-Sitzungsprotokollen selber nachlesen. Beim Geläut der Kathedrale Notre-Dame in Paris jedoch wurde die kleinste Glocke auf den Namen «Jean-Marie» zu Ehren des 139. Erzbischofs Jean-Marie Lustiger benannt. Das ist richtig und es bestehen meines Wissens keine Zweifel daran. Natürlich lasse ich mich von Ihnen, Herr Müller, gerne eines Besseren belehren.
Auch muss ich Ihnen, Herr Müller, recht geben, wenn Sie behaupten, dass die Hauptstadt des Kantons Graubünden, in welchem nachgewiesenermassen einige Bären leben, Chur ist und nicht Kanada, obwohl dort sogar noch mehr Bären leben. Und laut Wikipedia auf Seite 23 566 war Katharina Gassnerin die letzte Hexe, welche in Liechtenstein im Jahre 1680 am 21. Dezember, einen Tag vor meinem Geburtstag, hingerichtet wurde. Da es damals noch keine Vibratoren gab, welche später von den Ärzten zur Linderung der weiblichen Hysterie eingesetzt wurden, fiel die gute Gassnerin halt dem Nachrichter zum Opfer. Dass inzwischen wieder neue Hexen eingewandert sind, ist reine Mutmassung von mir. Wenn diese aber stimmt, hätte ich sogar das Recht auf meiner Seite.
Falls Sie, verehrter Herr Müller, zu weiteren unaufgeklärten Gegebenheiten, welche die EU so dann und wann erschüttern, mehr und noch präzisere Informationen benötigen, bin ich gerne bereit, Ihnen bei der Beantwortung zu dienen. Und übrigens ist das Zitat «Wie der Tintenfisch, so verbirgt sich das Weib gerne in der Verstellung und schwimmt in der Lüge» nicht von Johann Christian Friedrich Hölderlin, dem wohl bekanntesten deutschen Lyriker, sondern von dem in Frankfurt begrabenen, deshalb aber nicht minder bedeutenden Philosophen Arthur Schopenhauer.

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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