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Leserbrief

«Erhöhter CO2-Ausstoss ist ein Fakt»

Hans Frommelt,Gapont, Triesen | 16. Juni 2017

Klimawandel

Die Leserbriefe von Urs Kindle zum möglichen Klimawandel, gemeint ist gemäss seinen Ausführungen der anthropogen verursachte Klimaeinfluss, endet immer in der Feststellung, dass alles falsch und dies das Produkt einer weltweiten Verschwörung durch eine geheime Weltregierung ist. Urs Kindle meint, dass nur er wissend, bestorientiert, unbelastet jeglicher Manipulation durch Medien und wissenschaftlichen Studien, ist.
Gemäss seinen Ausführungen ist es fraglich, ob er den Sinn und Zweck der CO2-Immissionsmessungen erkannt hat und warum man sich an die CO2-Messungen hält.
Beim Klimawandel, nach seinen Worten die Klimalüge, geht es nicht nur um den Anstieg der CO2-Immissionen. Die mögliche Zunahme der globalen Erdtemperatur, die möglichen Veränderungen der Meereshöhe an den Küsten von Europa, Asien, etc., das Versiegen von Wasserquellen, das Schrumpfen der Gletscher, Veränderungen bei Trockenperioden, Überschwemmungen, etc. gehören ebenfalls zum Repertoire der Klimaforscher. Jeder auf diesen Gebieten wissenschaftlich geschulter Fachmann versucht da Korrelationen mit dem örtlichen Klima, aber auch mit dem «Weltklima», herzustellen, um vergleichen zu können, was vor 100 und 1000 Jahren anders war.
Bei der Diskussion über eine mögliche Klimaänderung der nächsten Jahrzehnte – nicht Jahrhundert, Jahrtausend – versucht man abzuschätzen, eine Relevanz herzustellen, bezüglich möglichen Auswirkungen eines Klimawandels auf unsere Zivilisation.
Nun ist es so, dass nur CO2-Messungen über die CO2-Einlagerung im Grönlandeis die vergangenen 3000 Jahre bezüglich CO2 eindeutig abbildet. Es gibt keine Verfahren, welche die Temperaturen und klimarelevanten Gase über die vergangenen Tausenden von Jahren ähnlich genau abbilden, wie die CO2-Untersuchungen. Möglich wäre es schon, dass eine solche vorliegt und Kindle da wissend ist. Dann bitte Urs, lege diese in deinen weiteren Leserbriefen vor. Bei der CO2-Messreihe der vergangenen rund 3000 Jahre geht es jedenfalls nicht um Manipulation oder Verschwörung. Es ist auch keine CO2-Lüge. Das kann und darf man den Wissenschaftlern, welche sich mit dieser Thematik beschäftigt hatten, nicht unterstellen. Das ist seriöse Wissenschaftsarbeit. Dass heute der CO2-Ausstoss wesentlich höher ist als bis vor rund 100 Jahren ist ein Fakt und wird ja von den Klimawandelkritikern nicht bestritten.
Wäre schön, wenn Urs Kindle seine Darlegungen in seinen Leserbriefen auch gemäss diesem Gesichtspunkt einmal beachtet, ohne ein ständiges in die Pfanne hauen der Klimatologen zu betreiben.

Hans Frommelt,
Gapont, Triesen

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