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Leserbrief

Silvio Marogg, Landstrasse 154, Triesen

| 14. Juni 2017

Schutzwald

«Pilgern Sie hin und sehen Sie sich die Überbleibsel des einstigen Schutzwaldes an. Wer es nicht glauben will, muss es halt selber sehen.» So der Abgeordnete Wendelin Lampert an der letzten Landtagssitzung.

Ja, der Landtag sollte wirklich in den Steg und ins Valünatal pilgern, um die letzten Überbleibsel des Schutzwaldes zu suchen. Sie werden aber eine angenehme Überraschung erleben: Grüner Wald so weit das Auge reicht. Die Förster aber werden den Politikern die gute Laune schnell verderben. Sie erzählen vom Verbissbelastungssystem, das aussagt, dass 82 Prozent der ausgewerteten Flächen vom Wild verbissen sind und eine Waldverjüngung verunmöglichen. Dieses System steht aber nicht ausser Zweifel, auch Fachleute kritisieren es. Es ist nur bedingt repräsentativ. Dass der Gebirgswald seine Schutzfunktion nicht mehr gewährleistet, ist unglaubwürdig. In einem Wald, wie ihn sich die Förster vorstellen, würde wohl kein Wild mehr geduldet werden. Wollen wir das?

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