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Leserbrief

... DU, Klimaschutz und Verkehrswesen

Verkehrs-Club Liechtenstein (VCL) | 14. Juni 2017

VCL über ...

Die DU-Abgeordneten Herbert Elkuch, Erich Hasler, Thomas Rehak und Ado Vogt (Stellvertreter) haben im Juni-Landtag den Pariser Klimavertrag abgelehnt. Sie begründen dies im «Vaterland» und «Volksblatt» vom 10. Juni unter anderem mit folgenden Argumenten: «Wir sind für einen sinnvollen Klimaschutz, wollen aber, dass dieser vor allem im Inland betrieben und nicht wieder Geld ins Ausland exportiert wird.»
Auch die DU-Abgeordneten sind sich sicher bewusst, dass das Verkehrswesen der grösste CO2-Verursacher in unserem Lande ist. Es scheint dem VCL-Vorstand also nur angebracht, dass diese DU-Abgeordneten einen verminderten Einsatz des Autos als Verkehrsmittel – besonders für Arbeitswege – unterstützen. So können sie in unserem Land «sinnvollen Klimaschutz» realisieren.

Es braucht folgende Massnahmen: Erfolgreiches Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) zeichnet sich aus durch Anreize (Mobilitätsbeitrag) für Arbeitswege nicht allein per Auto/Motorrad. Zum Erfolg braucht es aber auch faire Parkplatzbewirtschaftung. Die Differenz zwischen den eingesparten Parkgebühren und dem erhaltenen Bonus sollte im Bereich von 1500 Franken pro Jahr liegen. BMM ist dann besonders erfolgreich, wenn die Infrastruktur für zu Fuss gehen, Rad fahren und den öffentlichen Verkehr benutzen durch ein gutes Angebot attraktiv ist.
Die Attraktivität des öffentlichen Busverkehrs mit kurzen Fahrzeiten und gesicherten Anschlüssen kann durch konsequente Busbevorzugung deutlich verbessert werden. Dazu braucht es Busspuren mit einer Ampel am Ende, um den Autoverkehr zurück zu halten. Und es braucht Fahrbahnhaltestellen in staugefährdeten Bereichen, etwa zwischen Vaduz und Schaan. Es ist vielen nicht bewusst, dass der Bus-linienverkehr heute an Werktagen etwa 16 500 Personen befördert. Und es werden deutlich mehr bei verbessertem Angebot.
Langfristig gibt es keine Alternative zur S-Bahn als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs. Heute transportieren die wenigen Regionalzüge der ÖBB gut 600 Fahrgäste über die Grenze Tisis-Schaanwald und etwa 100 über die Grenze Buchs-Schaan. Beim Ausbau der ÖBB-Strecke Feldkirch-Buchs zur S-Bahn «FL–A–CH» werden etwa 3000 beziehungsweise 1700 Fahrgäste erwartet. Also eine deutliche Entlastung der Strassen und eine merkliche Reduktion des CO2-Ausstosses. Gute Gründe für die DU-Abgeordneten, sich für die S-Bahn «FL–A–CH» einzusetzen!

Verkehrs-Club Liechtenstein (VCL)

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