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Leserbrief

Vergewaltigungsvorwürfe konkretisiert!

Ulrich HochGrüschaweg 11, Triesenberg | 6. Juni 2017

Wahrheitsfindung

Nachdem mich Herr Stöckel, als stellvertretender Leiter des Flüchtlingsheimes, nach Veröffentlichung meines Leserbriefes, indem ich auf Vergewaltigungsvorwürfe eingegangen bin, aufs übelste als Rassist und Hetzer tituliert hat, sehe ich mich veranlasst eine Stellungnahme meinerseits zu veröffentlichen. Die Dementis der Polizei sowie des Flüchtlingsheimes haben mich bestärkt weitere Nachforschungen im Sinne einer Wahrheitsfindung vorzunehmen. Vor einigen Monaten fand eine Mutter aus der Ukraine mit ihren drei Kindern, darunter einem 16-jährigen Mädchen Unterschlupf im Asylantenheim in Vaduz. Die Flüchtlingsfamilie konnte nach kurzer Zeit aber nicht mehr im Heim bleiben. Was war geschehen? Die 16-jährige Tochter war gemäss Aussagen der Mutter und der Tochter von mehreren Flüchtlingen vergewaltigt worden. Die Leitung des Flüchtlingsheims wurde informiert. Eine Anzeige bei der Polizei wurde eingereicht. Nur der grosszügigen Unterstützung einer Privatinitiative ist es zu verdanken, dass Mutter und Kinder jetzt an einem anonymen sicheren Ort untergebracht sind. Die Polizei hatte angeblich das Verfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt. Die ganze Dramatik verschärfte sich noch durch einen nachweislich stattgefundenen Selbstmordversuch der Mutter. Gemäss Aussagen wurde dem Opfer nach der Tat das Handy gestohlen und anschliessend benutzt um kompromittierende Nachrichten auf dem Handy zu verfassen um das Mädchen als Lügnerin zu bezichtigen und die Täter zu entlasten. Inwieweit die polizeilichen Ermittlungen gegangen sind, entzieht sich meinen Kenntnissen. Auch inwiefern von Seiten der Heimleitung Untersuchungen angeordnet wurden, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist: Ein Dementi der Vorkommnisse war zu keinem Zeitpunkt angebracht und lässt Spielraum für Spekulationen und Gemunkel. Es liegt mir fern, alle Asylanten unter Generalverdacht zu stellen. Ich weigere mich aber, keine Kritik an einer Flüchtlingspolitik und deren Auswüchse üben zu dürfen. Herr Stöckel bestätigt, dass mittlerweile 140 Flüchtlinge aus 22 Nationen, ein Grossteil davon traumatisiert, im Flüchtlingsheim untergebracht sind. Ich denke die ganze Situation sowie das Sicherheitsdispositiv im Flüchtlingsheim ist zu überdenken. Ich hoffe, die verantwortlichen Stellen werden aufgrund der ungeheuerlichen Vorkommnisse aktiv. Im Interesse des Mädchens und seiner Familie ist eine schonungslose Aufarbeitung notwendig. Auch der Wohnbevölkerung des Landes muss klaren Wein eingeschenkt werden, nicht zuletzt, um das Vertrauen in gewisse Institutionen des Landes wiederherzustellen.

Ulrich Hoch
Grüschaweg 11, Triesenberg

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