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Leserbrief

Mitschuldig

Robert Allgäuer,Schalunstrasse 17, Vaduz | 24. Dezember 2015

Umgang mit Flüchtlingen

Kardinal Rainer Maria Woelki, Kölner Erzbischof, hat kürzlich im Magazin «Fokus» die Haltung der Kirche in der Flüchtlingsfrage zum Ausdruck gebracht. «Es ist nicht möglich, nur die schönen Seiten Europas anzunehmen. Man kann nicht nur die ökonomischen Vorteile Europas für sich reklamieren. Europa steht in einer grossen abendländischen christlichen Tradition, und eben dieses Wertebild und Menschenbild muss dann auch eingelöst werden – und zwar von allen Staaten Europas. Es ist nicht akzeptabel, dass Menschen, die vor Krieg und Terror geflüchtet sind und lange Wege hinter sich gebracht haben, an Zäunen abgewiesen, mit Stöcken empfangen werden oder im Mittelmeer ertrinken (...).» Die kirchlichen Mahnungen und Forderungen finden allerdings in der Realität wenig Akzeptanz. Auch an Weihnachten werden Bootsflüchtlinge ertrinken, weil sie keinen anderen Weg nach Europa sehen. Nach Einschätzung der Internationalen Organisation für Migration haben im Jahr 2015 bei der Überfahrt über das Mittelmeer («Friedhof», «Massengrab») beinahe 3700 Menschen ihr Leben verloren. Die Abschottung der EU, auch Liechtenstein ist beteiligt, ist mitschuldig am Tod dieser Flüchtlinge.

Robert Allgäuer,
Schalunstrasse 17, Vaduz

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