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Leserbrief

Friedliche Weihnachtszeit (nur in Europa)

Josef Oehri, Oberweilerstrasse 23, Ruggell, zur Zeit in Asien | 24. Dezember 2015

Rück- und Ausblick

Wenn wir in Europa und in der ganzen christlichen Welt Geschenke auspacken, die Stimmung geniessen und unsere Bäuche anschwellen wegen des vielen Essens, bringen Flugzeuge der Franzosen, Engländer und Amerikaner, mit Unterstützung der Russen todbringende Bomben nach Syrien. Diese «Friedensengel» werden dabei Tausende Kinder und deren Familien töten. Im Fachjargon heisst dies dann Kollateralschaden. Jürgen Todenhöfer, ein deutscher Reporter, der sich zehn Tage lang bei den IS aufhielt, predigte in vielen Fernsehauftritten, dass diese Mörderbande auf diese Weise nicht besiegt werden kann. Kein Militarist oder Politiker hört auf ihn. Die Vergangenheit hat es gezeigt, siehe Afghanistan, Irak, Libyen und noch viel früher in Vietnam. Keiner dieser Kriege im Namen der Demokratie wurde gewonnen. Dabei wäre es ganz einfach. Man müsste mit den weissgekleideten Saudis und denen aus Katar Klartext reden, dass deren Finanzierung des Terrors augenblicklich zu stoppen ist. Auch der Ölhandel mit der Türkei. Wenn die Finanzströme trockengelegt sind, löst sich dieses Problem von alleine. Ich sehe keinen Politiker in Europa, der diese Courage besitzt, deutliche Worte in diese Länder zu senden. Man darf ja nicht vergessen, dass mit Waffenverkäufen an diese Staaten viel Geld verdient wird. Politik war immer schon schmutzig, sie ist noch viel schmutziger geworden. Geniessen wir unseren Frieden in Europa, in der Hoffnung, dass 2016 weniger Leid auf dieser Welt zu beklagen ist. Unsere «Verbündeten», Erdogan und seine Kumpanen, werden sicher nichts dazu beitragen.

Josef Oehri, Oberweilerstrasse 23, Ruggell, zur Zeit in Asien

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