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Leserbrief

Es weihnachtet

Franz Näscher, Pfr. i. R.Kirchagässle 14, Bendern | 19. Dezember 2015

Es ist unübersehbar, dass wir einer besonderen Zeit entgegengehen: beleuchtete Strassen, Christbäume, Weihnachtsmärkte, Geschenke, Adventsfeiern – nicht selten als Weihnachtsfeiern bezeichnet, Konzerte und vieles andere mehr. Zu all dem ist es erst im Laufe der Zeit gekommen, weil man unterstreichen und mit all den genannten Anlässen daran erinnern wollte, dass Jesus in die Welt gekommen ist. Sein Geburtstag ist unbekannt; die frühe Kirche feierte kein Geburtsfest.
Im Jahre 274 legte der römische Kaiser Aurelian den 25. Dezember als Fest des «Unbesiegten Sonnengottes» (Sol Invictus) fest – unbesiegt, weil die Tage von da an erneut länger werden und die Sonne von Tag zu Tag wieder kräftiger scheint. Es ist naheliegend, dass die Christen mit diesem heidnischen Fest Mühe hatten und dem Tag eine andere Bedeutung gaben, indem sie Jesus als das Licht der Welt (Vergleich Jo 1,9 und 8,12) und somit am 25. Dezember sein Kommen in unsere Welt feierten. So entstand in Rom, erstmals im Jahre 336 belegt, und im Laufe der Zeit in weiteren Ländern das christliche Weihnachtsfest. Bekommt man heutzutage nicht fast den Eindruck, dass das Fest diesen christlichen Sinn wieder verliert? Für uns kommt es auf Jesus an. In der Freude über sein Kommen in die Welt und um daran zu erinnern, beschenken wir einander. Ich wünsche mir, dass unsere Beziehung zu ihm sich erneuert und gerade auch unsere jungen Mitmenschen sich nach seinem Wort ausrichten und dadurch erfahren, dass alle, die tun, was er gesagt hat, seine Freunde sind (Jo 15,14). Die Kirche als sein Freundeskreis, der die Zeichen der Zeit erkennt – das ist das Ziel unseres Christseins.

Franz Näscher, Pfr. i. R.
Kirchagässle 14, Bendern

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