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Leserbrief

Paris und die Diebe

Manfred Büchel,Gastelun 4, Eschen | 17. Dezember 2015

Am 28. Oktober dieses Jahres konnte man, anlässlich der Veranstaltung «Der Klimawandel – Herausforderungen Chancen» an der Uni von Armin Haas erfahren, dass wir nicht wissen, ob die globale Temperatur nun steigt, sich abkühlt oder gleich bleibt. Herr Armin Haas ist Wissenschaftler und ehemaliger Mitarbeiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Diese Aussage scheint aber nicht gerne gehört worden zu sein. Wäre ja auch politisch untragbar. Also, die Temperatur hat zu steigen, Ende, aus, basta. So auch in Paris am Klimagipfel. So feiern also viele Menschen die Pariser Klimavereinbarung. Nehmen wir diese Vereinbarung mal unter die Lupe. Alle lagen sich in den Armen. Manche schluchzten vor lauter Rührung über sich selbst oder hatten Tränen in den Augen. Was war geschehen? Die Welt hatte sich auf einen neues Klima-Übereinkommen geeinigt. Ein Übereinkommen ist etwas anderes als ein Vertrag. Das Übereinkommen Vertrag zu benennen, war jedoch «verboten», weil sonst der US-Präsident Obama diesen gleich hätte in die Tonne treten müssen, da er dem US-Senat zur Abstimmung vorzulegen gewesen wäre. Dessen Ablehnung mit der deutlichen Mehrheit der Republikaner wäre sicher.
«Klimaschützer» – obwohl überglücklich, dass die in Paris versammelten Regierungsvertreter scheinbar ihrem Aberglauben folgen – waren trotzdem betrübt darüber, dass sich die rund 10 000 Delegierten auf weite Strecken nicht auf Zwang und Sanktionen zur Erreichung der angestrebten Dekarbonisierung einigen wollten. Aber immerhin wurde diese als allgemeine Absicht beschlossen und mit vielfältigen Massnahmen unterlegt, zu denen die Nationen «eingeladen» wurden, mitzumachen.
Wir sollten uns die Frage stellen, worum es in Paris eigentlich ging. Hellhörig hätten die Medien, wie auch die Politik nämlich schon seit Längerem werden müssen, als herausragende Protagonisten der Klimakirche bekannten, dass es überhaupt nicht um die «Rettung» des Weltklimas geht, sondern allein um die Umgestaltung der Weltordnung. Unter Nutzung des Klimarettung als Vorwand. Weg vom kapitalistischen System der meisten westlichen und auch vieler anderer Staaten, hin zu einem rein sozialistischen planwirtschaftlichen System, das straff und zentral von der UN geführt, über den Ressourcenverbrauch, jeden Einzelnen auf diesem Planeten seiner Gewalt unterwirft. Das war und ist der grosse Attraktor, der so unterschiedliche Politiker vieler Nationen zusammenbrachte.
Besten Dank an Herrn Michael Limburg für die Kooperation.

Manfred Büchel,
Gastelun 4, Eschen

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