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Leserbrief

Sehr geehrter Vorsteher und sehr geehrte Pfarrei von Triesenberg

Anton Beck,Eggastrasse 10, Triesenberg | 9. Dezember 2015

Was darf Satire?

Am vergangenen Freitag wurde das Video «Unholy Tomato» der liechtensteinischen Künstlergruppe «Kee-TV» auf Youtube publiziert, worauf in Anspielung auf den bald erscheinenden «Star Wars»-Film ein Lichtschwertkampf zwischen den Darstellern ausgetragen wird. Eine der Figuren sollte wohl unseren Bischof zeigen. Auch wenn man über einige Szenen streiten kann und selbst, wenn es einem nicht gefällt, ist das Video insgesamt eine blosse künstlerische Darstellung mit satirischem Hintergrund. Umso mehr überrascht es mich, dass die Pfarrei wie auch der Vorsteher unserer Gemeinde den Produzenten mit einer Anzeige drohten und sie baten, das Video von Youtube zu löschen. Ich bin wohl nicht der aufmerksamste Bürger, aber wage erinnere ich mich daran, dass die Diskussion darüber, was Satire darf, doch gerade erst im Frühling nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo geführt wurde. Und hier in Kee-TVs Video wurde die Grenze von dem, was Satire darf (wenn es denn eine gibt) wohl eindeutig nicht überschritten. Daher ist es erstaunlich, wie ernst und stur die Reaktion mancher Triesenberger, des Vorstehers und der Pfarrei ist und dass man einfach jenes, was einem nicht passt, zensiert.

Anton Beck,
Eggastrasse 10, Triesenberg

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