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Leserbrief

Nicht ohne mein Handy, ...

VGM, Verein fürgesundheitsverträglichen Mobilfunk | 7. Dezember 2015

Mobilfunk

... lautete der Titel des Vortrags in der Aula des Gymnasiums Vaduz, zu der die Elternvereinigung des Liechtensteinischen Gymnasiums eingeladen hatte. Die hohe Besucherzahl zeigte, dass das Thema brandaktuell ist.
Mit der Schlagzeile «Immer online. Das Leben verpasst?» lud das «Aha» Schaan zu einem Elternabend ein, um folgenden Fragen nachzugehen: Wie gehen Jugendliche mit Sozialen Medien um? Wie können sie ihre Privatsphäre in sozialen Netzwerken schützen? Wie kann ich meine Tochter/meinen Sohn unterstützen? Wie viel Vertrauen/Kontrolle braucht ein Jugendlicher in der virtuellen Welt? Die Erziehung zur Medienmündigkeit wird immer wichtiger, was umso schwieriger wird, wenn die Industrie auf eine Medienabhängigkeit zielt. Es gibt aber auch Alternativen.
«Big Data: Konditionierung für den Wachstumswahn – Der Wandel der Erziehung»: Wie wirkt sich die Smartphone-Nutzung auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus, welche Interessen verfolgt die Industrie mit der Einführung der digitalen Endgeräte an Schulen? Damit befasst sich der Artikel von Peter Hensinger. Er enthält einen Überblick über die Erkenntnisse der industrieunabhängigen pädagogischen und psychologischen Literatur. In der Zusammenfassung heisst es: «Die pädagogische und psychologische Literatur setzt sich zunehmend mit den Folgen der Sozialisierung der jungen Generation durch Smartphone, Tablet-PC und Internet auseinander. Noch nie hat eine neue Technik so fundamental psychosoziale und demokratische Strukturen verändert.
«Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts»: Die Industrie fordert das Recht auf die 360-Grad-Kundenanalyse bereits bei Kindern. Der gläserne Konsument, erschaffen durch Big Data, ist eine Bedingung für das Anheizen des konsumorientierten Wachstums. Das Data-Mining boomt, die mobilen Schürfwerkzeuge sind Smartphones und Tablets. Der Hype der digitalen Medien verdeckt ihre Risiken. Die smarte Überwachung und die Aufhebung der Privatsphäre werden sich im Unterbewusstsein festsetzen und zum Konformismus führen. Die kritische Literatur weist auf die Folgen der zu frühen Nutzung digitaler Medien für die gesunde Entwicklung der Kinder hin. Bereits messbare Folgen sind Störungen der Gehirnentwicklung, Suchtgefahr, Realitätsverlust, Verlust der Selbstkontrolle und Burn-out. Die Bildungsinstitutionen müssen sich frei vom Druck der Industrie machen, diese Risiken beachten und Konzepte einer Erziehung entwickeln, die statt in die von der Industrie geplante Medienabhängigkeit den Weg zur Medienmündigkeit ebnen.
Fünf Thesen für die Nutzung digitaler Medien an Schulen werden entwickelt, die die derzeitige Praxis in- frage stellen und Alternativen für eine Erziehung zur Medienmündigkeit vorschlagen.
Die ganze Publikation zum Download finden Sie online unter www.telefonie.li, Quelle: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=989.

VGM, Verein für
gesundheitsverträglichen Mobilfunk

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