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Leserbrief

Die hohe Kunst der Politik im Wohlfahrtsstaat

H. Mechnig,Tröxlegass 46, Schaan | 7. Dezember 2015

Gemäss «Vaterland» vom 4. Dezember haben sich die Volkskammerabgeordneten dieser Tage der AHV angenommen. «Mehrere Stunden dauerte die Diskussion», stand zu lesen. Der Gesprächsbedarf war und ist offensichtlich mächtig. Kein Wunder, geht es doch um nichts Geringeres als «das soziale Fundament der sozialen Vorsorge und Absicherung in unserem Land …» Entsprechend ist der «Entscheid für eine dauerhafte Lösung zu fällen ...» Eine Logik, die sich sogar einem schlichten Gemüt wie mir erschliesst. Einer der hauptsächlichen Diskussionspunkte dabei ist die Höhe des zukünftigen Jahresbeitrags der Steuerzahler an das Sozialwerk. In Verkennung des wahren Wohltäters und des eigentlich von ihnen zu vertretenden, sprechen unsere Volkskammerabgeordneten und insbesondere unsere -abgeordnetinnen in diesem Zusammenhang aber immer von einem «Staatsbeitrag». Was solls: «Irren ist menschlich!», sprach der Igel und stieg von der Klobürste. Ja, und wie sehen die diskutierten Lösungsvorschläge schlussendlich aus? Nun, es gibt eigentlich nur einen. Bestenfalls in minimal abweichenden Variationen. Sämtliche zusammenfassbar mit: Eat the rich! Oder: Sollte der Steuerzahler der Ansicht sein, sich aus der Verantwortung schleichen zu können, wird dem Steuerzahler voraussichtlich das Fell über die Ohren gezogen. Eine typische Lösung aus dem Handbuch des sozialistischen Wohlfahrtstaats eben. Die Urheber solcher «Lösungen» tun im Grunde nichts anderes, als sich permanent am rechtmässigen Eigentum fremder Leute zu vergreifen. Für diese Tätigkeit gäbe es im wirklichen Leben eine einschlägige Berufsbezeichnung. Dass die Vertreter dieser Organisationen in der Regel auch noch den Nerv haben, sich als die Kämpfer für die Gerechtigkeit darzustellen, ist manchmal zugegebenermassen nur schwer zu ertragen. Aber, wie hat Frédéric Bastiat (1801–1850) schon vor längerer Zeit erkannt: «Wenn das Ausplündern zur Lebensart einer Gruppe von Männern wird, die gemeinsam in einer Gesellschaft leben, schaffen sie sich im Laufe der Zeit ein Rechtssystem, das sie dazu befähigt, und einen moralischen Kodex, mit dem es verherrlicht wird.»

H. Mechnig,
Tröxlegass 46, Schaan

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