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Leserbrief

Streik

Ruth Schöb,Auring 57, Vaduz | 2. Dezember 2015

KVG-Abstimmung

Der Begriff «Holocaust» bezeichnet den Massenmord an rund sechs Millionen jüdischen Menschen, verübt durch das NS-Regime im Deutschen Reich und in Europa, mit einem traurigen Höhepunkt zwischen 1941 und 1945. Die Verwendung dieses Begriffs im Zusammenhang mit einer Abstimmungskampagne in Liechtenstein – wie in einem Leserbrief am 30. November geschehen – halte ich für völlig deplatziert. Der Abstimmungskampf mag bisweilen heftig sein, doch sind auch hier eine gewisse Sachlichkeit und ein überlegter Austausch der Argumente wünschenswert.

Klaus Biedermann,
Im Mühleholz 39, Vaduz

Lange habe ich mir darüber Gedanken gemacht, KVG neu, Ja oder Nein?
Ich komme an die Kompetenz eines Dr. Mauro Pedrazzini nicht ran. Ich bin lange unschlüssig, doch plötzlich taucht in mir ein Gedanke auf, damals, in der Jugendzeit, ging es schlichtweg ums «Mausen».
Ich entscheide: KVG – Ja!
Denn: «Lieber die Katze im Sack als ein leerer Sack.» Absolut logisch, weil mit einem leeren Sack fängt man nämlich keine Mäuse und die Plage geht weiter!

Dr. iur Horst A. Marxer, Präsident des Rheintaler Wirtschafts- und Freundschaftsbundes e.V. (RWFB)

Ich hatte als Mitglied der Gruppe «fL21» in den letzten Wochen viele Male Gelegenheit, mit interessierten und besorgten Bürgern über das KVG zu diskutieren. Eines konnten die allermeisten nicht verstehen: Wie kann es möglich sein, dass die Krankenkassen auf einem 53-Millionen-Berg an Reservegeldern sitzen und dabei in den letzten zehn Jahren die Prämien teilweise im zweistelligen Prozentbereich erhöhten? Fragen, über die kein Versicherter bis heute aufgeklärt wurde. Die verfehlte, undurchsichtige Krankenkassen-Politik der letzten Jahre ging eindeutig zulasten des Prämienzahlers. Dies gilt es endlich zu stoppen und zwar mit einem klaren Nein zum KVG. An dieser Stelle möchte ich es aber nicht versäumen, allen persönlich für die Unterstützung zu danken.

Günther Wohlwend, «fL21»,
Industriestrasse 22, Bendern

Im Leserbrief vom 30. November 2015 spricht Walter B. Wohlwend von einer Denunziationskampagne in unserem Land, meiner Meinung nach gesteuert von bestimmten Personen, und genau dies darf in einer Demokratie nie passieren. Es erinnert an die schlimmsten Zeiten, die Europa erleben musste. Was Hansjörg Marxer heute in seinem Leserbrief beschreibt, kann ich nur unterschreiben. Woher sollte Arthur Frick, Mauren, sein «Wissen» haben? Die Aussage des Gesellschaftsministers von wegen bezahltes Gefälligkeitsgutachten von Dr. Wolff für die Ärztekammer, spottet jeder Beschreibung. Wo ist Liechtenstein gelandet? Dieses Land hätte so viel gutes Potenzial, was ist aus einem Teil der Politik und einem Teil der Bewohner geworden? Woher dieser Hass, da wird eine angesehene Ärztin, die sich ja gar nichts zuschulden kommen liess, was gesetzlich nicht legal wäre, und Kammerpräsidentin öffentlich denunziert, ja systematisch demontiert, denunziert. Heute ist Frau Dr. Ruth Kranz im Kreuzverhör, wer ist es morgen? Das ist tatsächlich die Art und Weise der 30er-Jahre oder später bei der Stasi. Immer wieder die gleichen Sprüche gegen den ganzen Berufsstand der Ärzte von wegen schwarzen Schafen. Dies entbehrt jeglichen Respekts und es ist systematische Volksverhetzung, ja Propaganda, wohin eine solche Haltung führte, wissen wir alle. Als Ärztekammerpräsidentin würde ich in diesem Land meinen Berufsstand zu einem kollektiven Streik zusammenrufen. Vielleicht kämen dann einige Personen wieder zu einer menschlichen und anständigen Gesinnung, wenn die schwarzen Schafe nur noch vor sich hin grasen und weder bei Tag noch bei Nacht, an Feiertagen oder Wochenenden erreichbar wären, um ihren Patienten zu helfen. Aber keine Bange, ich bin nicht die Ärztekammerpräsidentin, sie ist wahrhaft nicht zu beneiden.

Ruth Schöb,
Auring 57, Vaduz

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