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Leserbrief

Weshalb ich mit «Nein» stimme, Teil 2

Dr. Peter Wolff,Krüzbünt 2, Schaan | 23. November 2015

KVG-Abstimmung

Fortsetzung von Teil 1, der am Samstag im «Volksblatt» erschienen ist:
Es geht bei der bevorstehenden Abstimmung daher im Wesentlichen um die Frage, ob die Stimmbürger die Bestrebungen der Politik, den Staat im Zusammenhang mit dem Krankenversicherungswesen soweit wie möglich zu entlasten und dafür die Versicherten viel mehr zur Kasse zu bitten, unterstützen wollen oder ob sie diese Mehrbelastungen ablehnen, da sie finden, dass es richtig wäre, wenn der Staat wie in Art. 26 der Verfassung vorgesehen, das Krankenversicherungswesen auch weiterhin zum Wohle der Versicherten in dem Ausmass, wie bis vor wenigen Jahren üblich, unterstützen würde. Mit einer Ablehnung dieser KVG-Revision kann das zwar nicht unmittelbar erreicht werden, aber dies wäre doch ein nicht zu übersehendes Signal der Stimmbürger an die Politik, dass Sparübungen zu Gunsten des Staates im Rahmen des Krankenversicherungswesens in diesem Ausmass von den Stimmbürgern nicht akzeptiert werden.
Ich werde daher die Abstimmungsfrage, ob man diesem Landtagsbeschluss zustimmt, mit «Nein» beantworten, da ich finde, dass Beitragskürzungen dieses Ausmasses bei der sozialen Krankenversicherung fehl am Platz sind und es wichtiger ist, denjenigen Versicherten, die krank sind und für die die vorgesehenen zusätzlichen Belastungen schwer verkraftbar wären, weiterhin eine sozial verträgliche Krankenversicherung im bisherigen Ausmass zu bieten, bei der auch der finanziell weniger gut gestellte Versicherte darauf vertrauen kann, dass ihm im Falle einer Erkrankung die bestmögliche medizinische Versorgung zur Verfügung steht, ohne dass dies mit schwer verkraftbaren zusätzlichen finanziellen Belastungen verbunden wäre.

Dr. Peter Wolff,
Krüzbünt 2, Schaan

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