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Leserbrief

Nachlese

Harry Quaderer,DU-Fraktionssprecher, Schaan | 12. November 2015

Post-PUK

Der von der FBP und den Rosaroten als «schlampig», «unprofessionell» und «lausig» kritisierte Antrag zur Post-PUK fand eine satte Mehrheit von 20 Stimmen im Landtag. Da widerspricht sich die parteipolitische Rhetorik einiger Abgeordneten aber gewaltig. Die Schwarzen schienen beleidigt, dass sie es verpasst hatten, eine PUK zu fordern, und den Rosaroten wäre es lieber gewesen, einfach den Deckel auf das ver-kochte Süppchen zu legen. Mit einem hinterlistigen, aber doch durchsichtigen Winkelzug haben FBP und VU zusammen mit ihren Möchtegern-Koalitionspartnern der Freien Liste es fertig gebracht, die Wahl von Thomas Rehak (DU-Fraktion) in die Parlamentarische Untersuchungskommission zur Post zu sabotieren. Thomas Rehak – Dipl. Ing. Telekommunikation HTL, FH – ist nicht nur ein Fachmann auf dem Gebiet der elektronischen Informations- und Datenverarbeitung und selbstständig erfolgreicher Unternehmer im Bereich IT, sondern hat auch das Post-Debakel als Allererster vorausgesehen und in den vergangenen anderthalb Jahren am allergenauesten analysiert. Dass genau er nicht in die PUK gewählt wurde, zeigt einmal mehr, wie FBP und VUFL ticken. Genau wie bei der Bestellung der Verwaltungsräte öffentlicher Unternehmen, wo Partei-Funktionäre ohne grosse Kenntnisse der Materie mit gewagten Manövern im Ausland und Staatsgarantie im Inland wirtschaften, sorgten FBP und rosarote Fraktion in gewohnter Manier dafür, dass Thomas Rehak als ausgewiesener Kenner der Materie nicht in die PUK gewählt wurde. Die Schwarzen und die Roten nominierten und wählten je einen stellvertretenden Abgeordneten in die Kommission und damit blieb für den stellvertretenden Abgeordneten Thomas Rehak kein Platz mehr, da Kommissionen des Landtags mehrheitlich mit ordentlichen Abgeordeten besetzt sein müssen. Hinterlistiger parteipolitischer Schachzug kann man da nur sagen.
Übertroffen wurde dieser hinterlistige Winkelzug jedoch von der Heuchelei der weissen Fraktionssprecherin Helen Konzett Bargetze. Sie hatte in der Debatte um den Kredit für die Post heftigst gegen die Unabhängigen geschimpft und natürlich war sie eine der fünf Abgeordneten, die gegen die Einsetzung einer PUK stimmte. Aber siehe da: Kaum war die Einsetzung einer PUK (gegen Konzett Bargetzes Wille) beschlossene Sache, liess sie sich genau in diese Kommission, die sie partout nicht haben wollte, wählen. Moralinsauer schimpfte Konzett Bargetze, dass diese Kommission so viel Geld kosten werde und sie keinen Mehrwert sehe. Aber wenn es dann ums Geld- holen geht, stehen die Weissen an vorderster Front! So sind sie eben- die linken Moralprediger.
Was auch sehr erstaunt, ist, dass vier VU-Leute, also die halbe Fraktion, gegen die PUK stimmten. Hätte nicht gerade die VU geschlossen für eine PUK stimmen müssen? Wenn sie von der unternehmerischen Leistung der bis anhin mehrheitlich VU-geführten Post überzeugt sind, müsste es doch in ihrem Interesse sein, alle diesbezüglichen Zweifel auszuräumen.

Harry Quaderer,
DU-Fraktionssprecher, Schaan

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