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Leserbrief

Die Sprengkraft der Frohen Botschaft

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 7. November 2015

Glaube

Ich staunte, schämte und freute mich, als ich folgendes Zitat von M. Gandhi las: «Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die gesamte Zivilisation in Stücke zu blasen. Aber ihr geht damit so um, als ob es bloss ein Stück guter Literatur wäre, sonst weiter nichts.»
Dieser Text stand im Zusammenhang mit der Ankündigung der neuen Jugendbibel, die am 21. Oktober 2015 in Österreich erschienen ist. Sie koste nur 14.99 Euro. Im kommenden Jahr soll sie in 20 Sprachen erscheinen. Ob sie den noch gar nicht alten Youcat (Jugendkatechismus) aus Deutschland verdrängen wird, der ebenfalls sehr rasch in vielen Sprachen gedruckt worden ist? Sie könnte diesen auch befruchtend ergänzen. Jedenfalls sind für mich beide Büchlein ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft der Kirche und deren reissender Verkauf zugleich ein Beweis, dass unsere Jugend viel besser und an echten Werten interessierter ist, als ihr Ruf. Die Medien berichten ja viel lieber über Skandale und Verbrechen als über das, was den Menschen leben hilft. Papst Franziskus macht dabei eine ermutigende Ausnahme. Aus Zeitungen und TV-Nachrichten erfahren wir zwar mehr Nebensächlichkeiten von ihm, aber immerhin fast lauter erfreuliche Einzelheiten, sogar von seinen Essgewohnheiten!
Wann werden wir Getaufte die unbesiegbare Waffe des Evangeliums so einzusetzen lernen, dass alle Menschen – mit «allen Heiligen» – zu singen und zu tanzen beginnen vor Freude, dass wir geliebte Kinder Gottes sind, dass Gott in Christus unser Bruder geworden und sich als Verbrecher kreuzigen liess, um uns zu retten?


Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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