Leserbrief

Guten Tag, Frau Gassner

Liechtensteinische AHV-IV-FAK | 7. November 2015

AHV-Rentenerhöhung

Sie haben das mit dem Betrag der AHV-Höchstrente korrigiert, vielen aufrichtigen Dank und Respekt. Und Sie haben recht: die schweizerische monatliche AHV-Höchstrente ist höher als in Liechtenstein, zwar nicht Hunderte von Franken, aber eben doch 30 Franken. Und Sie haben nochmals recht: Liechtenstein hat nicht alle schweizerischen Rentenerhöhungen mitgemacht, die letzte liechtensteinische Rentenerhöhung liegt zwar nicht im Jahre 2002, aber halt eben doch schon 4 Jahre zurück, nämlich 2011. Wie kam es dazu? Die von der Regierung beschlossenen Rentenerhöhungen waren zunächst immer parallel zur Schweiz, also zum Beispiel per 2001, per 2003, per 2005, per 2007, per 2009 und zuletzt dann per 2011. Dann hat Liechtenstein diesen zweijährigen Automatismus aufgegeben. Am 20. Oktober 2011 hat der Landtag das AHV-Gesetz geändert und dabei die Rente neu an den Konsumentenpreis-Index gekoppelt. Der Landtag hat entschieden, dass die Rente, eben auch der Höchstbetrag von damals schon 2320 Franken, einem Konsumentenpreis-Index (Basis Dezember 2005 = 100) von 104.8 Punkten entspricht. Dieser Index ist seither nicht gestiegen. Der aktuellste Konsumentenpreis-Index ist 101.9 Punkte (Oktober 2015) und ist eben nicht höher als die vom Landtag definierten 104.8 Punkte, sondern sogar 2.8 Prozent tiefer. Wenn dieser Indexstand gefallen ist, hat die Regierung gar keine Möglichkeit für einen Renten-Teuerungsausgleich. Diese Koppelung der Rente an den Konsumentenpreis-Index hat leider auch Nachteile, aber jedenfalls ist die Regierung durch Gesetz daran gebunden und kann die Renten eben nur nach einem Index-Anstieg erhöhen. Das heisst: die Regierung hat nun leider auch keine Möglichkeit zur Renten-Teuerungsanpassung per 2016. Anders als dies Liechtenstein 2011 eingeführt hat, koppelt die Schweiz die Renten nach wie vor an prognostischen Annahmen zur künftigen Entwicklung eines Mittelwerts zwischen Lohn- und Preisindex. Die schweizerische monatliche AHV-Höchstrente ist nun bei dieser Methode seit 2011 in zwei Schritten, nämlich 2013 und 2015, um seither insgesamt 30 Franken gestiegen. Wenigstens bleibt uns in Liechtenstein das Weihnachtsgeld. Es wurde 1992 eingeführt und feiert im Dezember 2016 gewissermassen das 25. Jubiläum.

Liechtensteinische AHV-IV-FAK

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