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Leserbrief

Unhaltbare Schlammschlacht

Ruth Schöb,Auring 57, Vaduz | 4. November 2015

KVG-Referendum

Um alles andere als um Neid und Missgunst geht es mir, sondern um Gerechtigkeit! Und wenn ich erwähne, dass die Krankenkasse lohnkostenabhängig agieren sollte, aber auch verschiedene Themen anspreche, die das Volk beschäftigen, dann sehe ich auch da keinen Neid oder Missgunst dahinter, aber Sie. Sie haben es erwähnt. Sie müssen sich fragen, ob die Gier hierzulande doch vielleicht etwas zu gross ist …
Ich freue mich, dass es Ihnen finanziell gut geht. Ich hätte auch schon andere Wege gehen können, aber lieber bleibe ich mir treu. Ich freue mich auch, wenn Sie gesund bleiben, ganz ehrlich!
Vielen aber hier im Land geht es nicht so gut und wenn Sie ehrlich sind, dann sehen Sie selbst, dass seit Jahren immer der kleine Mann und die kleine Frau zur Kasse gebeten werden für den Bock, den die Regierung macht. Sollen die doch gerade stehen! Oder es sollen Gesetzesänderungen zugunsten des Mittelstandes gemacht werden, wenn man schon nicht die Vorschläge von mehreren Leuten, die in den vergangenen Monaten angebracht wurden, in Betracht zieht.
Und ich weiss sehr wohl, dass wir 13 Mal die Rente erhalten, die in der Schweiz 12 Mal. Aber dann habe ich lieber 12 Mal, dafür 12 Mal 700 Franken mehr, als einmal den 13. dazu. Kommt drauf an, in welchem Kanton Sie nachgeforscht haben. Wahrscheinlich nicht im gleichen wie ich. Aber es gibt ja auch noch andere Aspekte.
Zudem ist hier Meinungsfreiheit! Ich spreche für den Mittelstand, Kranke, sozial benachteiligte Menschen sowie für die ältere Generation, also für jene, die nicht soviel Glück im Leben haben.
Und Sie haben es richtig erkannt, dass ich mehrere Themen der Regierung angesprochen habe und es mir nur um das KVG geht.

Monika Gassner,
Schimmelgasse 4, Vaduz

«In den vergangenen Tagen sei die Gruppe FL21 von Parteivorständen und Ortsgruppen mit Anfragen zu Informationsabenden überhäuft worden. «Da wir eine überparteiliche Gruppe sind, haben wir uns generell entschlossen, an keiner parteipolitischen Veranstaltung teilzunehmen», hiess es weiter. In den vergangenen Tagen sei die Gruppe von der Gegenseite mehrfach der Lüge und Falschaussage bezichtigt oder als verlängerter Arm der Ärztekammer bezeichnet worden. Schlammschlachten würden aber weder die Gruppe noch die Bevölkerung weiterbringen.» («Liewo»; wef/mw)
So ein kurzer Abschnitt, zu lesen in der jüngsten «Liewo»-Ausgabe. Dazu kann ich nur sagen, dass es traurig ist, wenn Gegner des Referendums zu solchen Mitteln greifen müssen und behaupten, die Ärztekammer verstecke sich hinter der Gruppe «fL21».
Ich denke, die Ärztekammer oder die Kammerpräsidentin hat/haben es nicht im geringsten nötig, sich hinter einer Gruppe zu verstecken. Im Gegenteil, die Präsidentin war jederzeit für ein offenes Gespräch in den Medien mit dem Gesundheitsminister bereit, er hat es jedoch vorgezogen, dies zu vermeiden. Es darf sich jeder selbst seinen Reim darauf machen.
Falls es die Ärztekammer als notwendig angesehen hätte, wäre ihr, wie jedem anderen auch, der Weg zu einem Referendum offen gestanden. Vielleicht wäre es von den Gegnern mutiger, die Kammer direkt zu befragen, als solche Unwahrheiten zu verbreiten.

Ruth Schöb,
Auring 57, Vaduz

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