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Leserbrief

«Fader Beigeschmack»

Ulrich Hoch,Grüschaweg 11, Triesenberg | 24. Oktober 2015

Flüchlingskrise

Antwort auf den Forumsbeitrag des Rheintaler Wirtschafts- und Freundschaftsbunds e. V. (RWFB): Bezüglich des Pegida-Galgens bedarf es wohl keinerlei Kommentares. Was ich jedoch schwer nachvollziehen kann, ist Lob für Frau Merkel, welche dem Irrsinn der «Irrnisse des Dritten Reiches» verfallen ist, um über Generationen hinweg eine Schuld zu sühnen. Sie tritt ihr eigenes Image und auch das ihres eigenen deutschen Volkes mit Füssen. Trotz ihres demokratischen Eides vernachlässigt sie ihr eigenes Volk und bezieht in ihren Irrsinn weitere Völker Europas mit ein. Offene Grenzen, keine Personalkontrollen, keine ärztlichen Untersuchungen, keine Differenzierung zwischen Kriegs- oder Wirtschaftsflüchtlingen. Milliarden zur Unterstützung der eigenen Banken in Griechenland und nicht für das griechische Volk. Milliardenangebot an einen Politiker wie Erdogan zur Schadensbegrenzung. Eigenwilliges hinwegsetzen über das Dublin-Abkommen. Trotz Warnungen von Migrationswissenschaftlern vor Jahren und auch zuletzt 2013 durch den Italienischen Staat, keinerlei Vorbereitungen getroffen. Vorschreibungen von Flüchtlingsaufnahmezahlen gegenüber Gemeinden, Ländern und ja auch europäischen Staaten. Ohne Einsicht, die Notbremse zu ziehen, will sie ihre eigenwillige Goodwill-Politik auf Biegen und Brechen durchziehen. Unter anderem die Slowakei, Polen, Ungarn machen zum Schutz des eigenen Volkes die Grenzen dicht.
Dieses Lob hätten andere deutsche Politiker lange vor Merkels Zeit verdient und/oder heute das europäische Volk, durch seine momentan enorme Hilfsbereitschaft, sowie die Hilfsorganisationen. Damit können Sie gerne eine Zeitungsseite füllen und haben nicht nur meine Unterstützung. Durch sein Lob bestärkt der RWFB die eigenwillige Politik der Frau Merkel. Diese Eigenwilligkeit hat bei weitem kein Lob verdient.

Udo Meesters,
Hofistrasse 42, Triesenberg

Zum Leserbrief «Flüchtlinge – Europa» von Dr. iur. Horst Marxer (Leserbrief vom 23. Oktober 2015):
Ihre Aussage, dass es Frau Merkel geschafft habe, ihrer Heimat Deutschland nach dem Irrsinn des «Dritten Reiches» ein neues überaus positives, auf der ganzen Welt geachtetes Image zu geben, hat meines Erachtens einen faden Beigeschmack. Leute wie sie helfen mit, dem deutschen Volk weiszumachen, es habe immer noch die Hypothek der Schuld des 2. Weltkrieges und der Nazis gutzumachen.
Es ist schlichtweg hanebüchen, was da alles an Schuld den Deutschen angelastet wird. Wenn man da aber ein wenig ins Psychologische geht, dann hat dieser Irrsinn Methode. Einem Volk, dem ständig seine Schuld, seine übergrosse Schuld eingehämmert wird, wird stets glauben, sühnen zu müssen. Diese Hirnwäsche, durch einseitige Betrachtungen, soll dazu dienen, Menschen auszupressen. Fakt ist, es gibt mittlerweile in Deutschland weniger Nazis als in vielen anderen Ländern. Die Sieger schreiben die Geschichte. Dumme Politikdilettanten und Schmierjournalisten versuchen, alles ins rechte Gutmenschen-Licht zu rücken. Es ist eine Tatsache, die Nazis haben schreckliche Taten vollbracht und einen Weltkrieg vom Zaun gerissen, aber das war vor über 70 Jahren. Ich kenne kein Mahnmal in Amerika, das den Genozid der Indianer beklagt oder die Versklavung der Schwarzen. Auch in anderen Ländern werden Schuld und Sühne eigener Vergehen nicht thematisiert. Wenn wir von Schuld sprechen, dann höchstens davon, dass die deutsche Regierung auch im Nahen Osten die dümmliche Politik der USA gutgeheissen hat. Deutschland und Österreich haben Tausenden Flüchtlingen ohne Kontrolle die Einreise ermöglicht. Dieser Akt der Menschlichkeit lässt sich nur schwer mit bestehenden EU-Regeln vereinen. Ewa Kopacz, die polnische Ministerpräsidentin, betonte nach einer Krisensitzung der EU zu den Flüchtlingen, Polen bleibe bei der Aufnahme von 2000 Menschen. «Ich werde keine Massnahmen ergreifen, die das Leben und die wirtschaftliche oder soziale Sicherheit des Landes und seiner Bürger destabilisieren könnten.»
Frau Merkel hat mit ihrer dummen Aussage eine historische Fluchtwelle ausgelöst. Abertausende von falschen syrischen Pässen werden nun von den Schlepperorganisationen gedruckt und ausgegeben. Bis jetzt sind es über 1 Million Flüchtlinge. Nach dem Familiennachzug werden es 10 Millionen sein. Und Apropos Sühne: Die Flämische Freie Universität kommt bei einer Untersuchung in Schulen zum Schluss, dass über 70 Prozent aller muslimischen Schüler eine antisemitische Grundeinstellung haben. Schade – und ich dachte, der Antisemitismus hätte nach 1945 in Europa keine Chance mehr.
Aber Deutschland soll sich ja gesellschaftlich und kulturell grundlegend verändern – das ist längst politisch beschlossen.
Ob das vernünftig ist, wage ich zu bezweifeln. Die Geschichte wird es zeigen.

Ulrich Hoch,
Grüschaweg 11, Triesenberg

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