Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Man wird dann wohl einfach das Briefporto erhöhen

Hans Frommelt,Gapont 8, Triesen | 20. Oktober 2015

Post-Debakel

Das «Volksblatt» stellte fest: «Finanzspritze nötig - Die Liechtensteiner Post AG steht am Abgrund.» Beim «Vaterland» ist man derselben Ansicht.
Dabei müsste die Post im Geld schwimmen. Ein Brief von der südwestlichsten Grenze zur nordöstlichsten Grenze der EU, geografisch ausgedrückt, von Gibraltar in den hohen Norden von Norwegen, Luftlinie rund 4200 Kilometer, kostet im Standardtarif 85 Eurocent. Umgerechnet nach dem heutigen Wechselkurs folglich rund 94 Rappen. Innerhalb Deutschlands, von Lindau nach Kiel, Distanz circa 900 Kilometer, kostet ein Standardbrief 62 Eurocent, folglich circa 68 Rappen.
Von Ruggell nach Balzers, Distanz rund 20 Kilometer, kostet ein Brief, wenn es schnell gehen soll, einen Franken beziehungsweise 100 Rappen. Ein B-Brief von Ruggell nach Balzers ist billiger und kostet, obwohl ein Mehraufwand für das mehrtägige Liegenlassen auszumachen ist, immerhin immer noch 85 Rappen.
Auch die Briefzustellung innerhalb Liechtensteins bis in das Malbun lässt sich die Liechtensteiner Post sehr fürstlich vergüten.
Nicht genug damit, jetzt muss die Post zusätzlich unterstützt werden. Wohin soll dies führen? Steht da noch eine Portoerhöhung seitens der Post im Raum? Gemäss den Äusserungen der Postverantwortlichen müsste man umgehend massive Sanierungsmassnahmen ergreifen, wenn keine Millionen aus der Steuerkasse kommen. So einfach ist das, wenn man sich auf ein Briefzustellkartell stützten kann, das von der Politik nicht in Frage gestellt wird. Man wird dann wohl einfach das Briefporto erhöhen, wenn keine Finanzspritze aus der Steuerkasse erfolgen wird.
Bei einem Portovergleich für Pakete kommt man zu einem ähnlichen Fazit!

Hans Frommelt,
Gapont 8, Triesen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung