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Leserbrief

LANV und Eurolöhne

Für den Vorstand und die Geschäftsstelle des LANV, Sigi Langenbahn, Präsident | 5. Oktober 2015

«Fragwürdiger Beitrag»

Stellungnahme des LANV zum Beitrag «LANV und Eurolöhne» von Erich Hasler im «hoi du»: Auf der letzen Seite der aktuellen Ausgabe des «hoi du» will Erich Hasler den Funktionären des LANV (der einzige hauptberufliche Funktionär ist der Schreiber) die Gewerkschaftsarbeit erklären. Wir fragen uns, was Herrn Hasler zu diesem Beitrag sowie zu der ebenso fragwürdigen «Wussten Sie, dass …»-Rubrik in derselben Ausgabe bewogen hat. Die Sorge um die betroffenen Mitarbeitenden der Herbert Ospelt Anstalt kann es nicht sein, da seine Vorstellungen die Situation der Betroffenen nicht verbessern würde. Und auch in der aktuellen Stunde des Landtags vom 2. September haben die DU-Vertreter Eurolöhne zwar verurteilt, selbst aber keinerlei politischen Handlungsbedarf gesehen.
Nach etlichen Sitzungen mit den Industrieunternehmen und der Industrie- und Handelskammer konnten wir die Situation der von Eurolöhnen und Lohnreduktionen betroffenen Arbeitnehmenden schon merklich verbessern. Diese Verhandlungen finden jedoch hinter verschlossenen Türen statt und nicht jedes Teilergebnis wird in den Medien aufgebauscht, um kurzfristig Mitglieder zu werben. Eurolöhne selbst können aber nur durch eine Gesetzesänderung unterbunden werden, was vom Grossteil der Landtagsabgeordneten inklusive DU-Fraktion jedoch (noch) nicht infrage kommt. Daher debattieren wir mit Abgeordneten und dem Ministerium für Wirtschaft weiterhin über die Gefahren durch Eurolöhne für den Arbeitsmarkt und die Notwendigkeit einer Gesetzesänderung.
Am 23. August haben wir auch die DU-Fraktion eingeladen, über die jüngsten Entwickungen in den Unternehmen, unsere bisherigen Verhandlungsergebnisse sowie mögliche politische Handlungsfelder zu diskutieren. Die Einladung blieb unbeantwortet, auch von Erich Hasler. Und nun dieser Beitrag? Das grenzt schon fast an strategisch kalkulierte Erkenntnisresistenz, um sich so unbedarft auf Kosten anderer profilieren zu können. Sollte ich Hasler unrecht tun, lade ich ihn gerne noch einmal zu uns auf die Geschäftsstelle ein, um ihm unsere Arbeit und die Gewerkschaftsarbeit insgesamt näherzubringen. Auf zukünftige Profilierungsversuche mit LANV-Bezug werden wir aber nicht mehr reagieren.

Für den Vorstand und die Geschäftsstelle des LANV, Sigi Langenbahn, Präsident

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