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Leserbrief

Haarwäsche

Jo Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 3. Oktober 2015

Flüchtlingskrise

Die Wahrheit schmerzt, auch wenn sie von einer «grosser Klappe» kommt. Mit einem kurzen Nachplapper-Kommentar versuchte der «Volksblatt»-Redaktor Holger Franke, mich wegen meines Votums im Landtag zur Flüchtlingspolitik in die rechte politische Ecke zu stellen. Hier eine verkürzte Form meiner Aussagen: «Eine EU-Flüchtlingspolitik gibt es nicht. Eine gemeinsame Lösung existiert nicht. Es gibt ein Fingerzeigen vom Süden in den Norden und vom Osten in den Westen (…). Das Verhalten der Bundeskanzlerin kann ich nur so interpretieren: Sie hat sich trunken vor Mitgefühl für die Flüchtlinge entschieden – was man ihr als besondere Menschlichkeit anrechnen kann.
Was macht unsere Regierung? Wir sollen uns am Europäischen Unterstützungsbüro für Asylfragen beteiligen. Als Beobachter dabei sein! (...) Europa wird von Flüchtlingsströmen aus dem explodierenden Nahen Osten überzogen. Die Schlächter des selbsternannten sogenannten Islamischen Staates vernichten nicht nur Christen und andere Gemeinschaften. Sie vernichten Jahrtausende alte Kulturgüter. Sie kennen kein Pardon gegenüber anders Gesinnten. Diese von ihnen verursachte Menschenmigration hat System. Sie verfolgen ein Ziel. Sie unterwandern uns und wir bieten blindlings Hand. Die EU glaubt in naivster Weise, man könne diese Tragik beenden oder ihr vorbeugen, indem wir alle Flüchtlinge und Asylanten aufnehmen. Sind es denn wirklich nur Bedürftige Flüchtlinge und Asylanten, die hängen bleiben? (…) Warum wollen die meisten der 22 arabischen Nationen oder fast 60 islamischen Organisationen keine Flüchtlinge aufnehmen? Saudi Arabien besitzt 100 000 klimatisierte leere Zelte. Diese Zelte werden auch weiterhin leer bleiben. Dies scheint die Grossen und Mächtigen der westlichen Gutmenschen-Welt nicht weiter zu interessieren. (…) Und an genau diese Politik lehnen wir uns an. Warum tut Liechtenstein nicht einfach das Beste, zu was es imstande ist? Warum sagt Liechtenstein nicht ganz einfach: Aus diesen und jenen Ländern sind wir nicht bereit, Flüchtlinge und Asylanten aufzunehmen? Warum sagen wir nicht offen und ehrlich: Wir nehmen nur Flüchtlinge auf, bei welchen wir auch wirklich wissen, dass es sich um Flüchtlinge handelt? Was haben wir bei einer eigenständigen und eigenwilligen Flüchtlingspolitik zu verlieren?»
Der Kollege Christian Batliner hielt mir vor, ich hätte eine grosse Klappe, weil ich nur kritisiere und keinen Lösungsvorschlag hätte. Nun, zu meinem Lösungsvorschlag, sich um eine eigene Flüchtlingspolitik zu kümmern und nicht alles blindlings von der EU zu übernehmen, stehe ich. Ein komplettes Votum können sie nächste Woche auf www.du4.li lesen.

Harry Quaderer, Du-Fraktionssprecher, Schaan

In ihrem letzten Leserbrief klärt Frau Dr. Eva Maria Rieger darüber auf, dass sie ihr Haar immer noch selbst wäscht. Das ist eine gute Sache, verleitet aber danach zu fragen, wie es bei ihr denn um die Kopfwäsche bestellt ist? Ist das Haar sauber, aber der Boden, auf welchem es gedeihen soll eben nicht, dann kann man sich leicht ausrechnen, dass hier Einklang und Harmonie nicht gegeben sind. Auf diesem Mangel an Erkenntnis, dass eben Harmonie und Einklang zwischen den Menschen für eine Gesellschaft lebenserhaltend sind, sind wohl ihre Gedanken gewachsen, dass Prof. Dr. Manfred Schlapp und Walter Matt die grossen Angstmacher der Nation wären.
Das Buch von Manfred Schlapp gewährt einen tiefen Einblick in den Islam, schön zu lesen und hilft, das Verständnis zwischen den Religionen und den Menschen zu fördern. Walter Matt beschreibt periodisch den Scherbenhaufen des Treuhandwesens und mahnt die Unterwürfigkeit unserer Politik gegenüber der EU und vor allem Deutschland. Und so wie das Bankgeheimnis sind wir bereit alles zu opfern, die Forderungen des Zeitgeistes zu erfüllen. Dabei geht es vor allem darum, dem Weltpolizisten Amerika und seinem Vasallen Deutschland Hand zu reichen. Diese Anbiederungen werden nicht verhindern können, dass auch diese Länder an ihren eigenen Problemen zugrunde gehen werden.
Die riesigen Flüchtlingsströme nach Europa werden mit Problemen aufwarten, von welchen wir noch nicht einmal zu träumen wagen. Was soll denn das werden, wenn Bootsflüchtlinge auf dem Weg in ein rettendes christliches Land, die Christen unter ihnen ins Meer werfen und einfach ertrinken lassen? Oder wenn täglich in den Flüchtlingslagern Glaubensschlägereien stattfinden. Flüchtlinge, die sich in dem Land ihrer Rettung respektlos wie die Wilden benehmen? Wie werden sich wohl diese Menschen in unserem christlichen Abendland integrieren?
Vielleicht müssen sie das ja gar nicht. Solange wir Politiker haben, welche jenen, die auf diese Probleme aufmerksam machen und ein Um- und vor allem ein Nachdenken fordern, einfach eine grosse Klappe attestieren, schon gar nicht. Und wie das Bankgeheimnis, unsere Eigenstaatlichkeit, usw. werden wir auch unsere christliche Kultur einfach aufgeben. Das kann man bedauern und beweinen, verhindern nicht. Das ist vielleicht auch gut so. Denn was soll eine Kultur, die nicht mehr an sich selbst glaubt und nicht den Mut aufbringt ihre Werte zu verteidigen und unterwürfig und feige vor allem kuscht, was linke ungewaschene Köpfe einfordern?


Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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