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Leserbrief

Ärztekammer drückt auf die Tränendrüse

Harry Quaderer,DU-Fraktionssprecher, Schaan | 23. September 2015

KVG-Revision

Die Ärztekammer versucht mit einem 25-seitigen Schreiben mit Änderungsvorschlägen, das an alle Landtagsabgeordneten verschickt wurde, der KVG-Revision die letzten Zähne zu ziehen. Dabei ist der Gesundheitsminister bereits jetzt in wesentlichen Punkten, etwa der Befristung der OKP-Verträge, zurückgerudert und der Ärzte-Lobby entgegengekommen.
Die Ärztekammer will – nicht zuletzt mit einem Blick auf den eigenen Geldbeutel –, dass es für die Versicherten weiterhin möglichst attraktiv ist, den Arzt aufzusuchen, also dass der Status Quo bleibt. Sie unterstützt damit, dass Ärzte weiterhin bis zu 8000 Stunden jährlich verrechnen können. Sie will, dass Ärzte möglichst ungestraft «überarzten» dürfen und eine lebenslange Jobgarantie haben. Die Ärztekammer appelliert an die Solidarität mit den Weniger-Bemittelten und denkt dabei aber nur an die Erhaltung ihrer eigenen Pfründe. Die Ärztekammer vertritt die Eigeninteressen der Ärzte: Nicht mehr und nicht weniger.
Es wird sich zeigen, welcher oder welche Abgeordnete die Anliegen und Interessen der Götter in Weiss im Landtag vertritt.

Harry Quaderer,
DU-Fraktionssprecher, Schaan

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