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Leserbrief

Nach dem Rausch ist vor dem Rausch

Jo Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 23. September 2015

Flüchtlingskrise I

So wie das restliche Europa befindet sich auch Liechtenstein endlich im kollektiven Rausch aus Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Gutmenschblüte. Nun gehen gar hunderte auf die Strasse um für die Aufnahme von noch mehr Flüchtlingen zu demonstrieren. Natürlich ist von den Demonstranten keiner bereit, diese bei sich zu Hause auf ihre Kosten unterzubringen. Nein, ihre Hilfsbereitschaft, von welcher sie sich womöglich einen saloppen Eingang in den Himmel erhoffen, sollen natürlich alle mittragen. Kanzlerin Merkel ist ob der Krise ganz aus dem Häuschen, in welchem sie aber ohnehin noch nie war und weiss einfach nicht, welche Worte man nun an welchem Tag zu welchem Flüchtling zu sagen hat. Der Abgeordnete Lageder weiss zu berichten, dass Liechtenstein gros-se Tradition in der Aufnahme von Flüchtlingen hätte. Dazu verweist er auf die 494 Mann starke, bis an die Zähne bewaffnete Restarmee General Holmstons, die am Ende des zweiten Weltkrieges bei uns eindrang. Nur, jene sind alle wieder ausgewandert und haben sich bei ihrer Abreise herzlich für die Gastfreundschaft bedankt. Ob das der Somalier mit syrischem Pass auch macht, nachdem er zweieinhalb Jahre bei uns weilte und monatlich 2600 Franken bekam auch tut, wissen wir noch nicht. Hier verwechselt Lageder nicht nur Kraut und Rüben, sondern auch die Rüben untereinander. Man wird sich nicht wundern, wenn Lageder die Walser, welchen vor bald 800 Jahren Einlass gewährt wurde, grad auch noch in seinen abstrusen Gemüsegarten einbaut, um «sein» humanitäres Liechtenstein umzusetzen.
Das Verlangen der Gutmenschen, sich am Verteilschlüssel der EU zu beteiligen, ist Irrsinns Krönung. Will man die Kanzlerin des EU- Führers Deutschland nicht alleine lassen, sich dort einschmeicheln oder erhofft man sich ein Flüchtlingsbüro in einem der luxuriösen Vororte Bruxelles, wo die EU-Abgeordneten residieren und wo die Immigranten gerade einmal das Laub zusammenkehren dürfen?
Regierungschef Hasler präsentierte heute in der Zeitung seine neueste Idee, um unser kleines Ländchen zu retten. Sein Massnahmenpaket soll innovative Menschen ermutigen ihre Ideen hier umzusetzen. Ausländern, die solche haben und nicht wissen wohin, soll hier der Aufenthalt ermöglicht werden. Leider verliert er kein Wort darüber, wie er zu handhaben und auf welche Art er wieder abzuschieben und auszubürgern ist, wenn sich seine Idee als Rohrkrepierer oder gar als Seifenblase entpuppt und er mehr Kosten wie Nutzen hinterlässt.

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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