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Leserbrief

Eigendynamik der Unsachlichkeit

Udo MeestersHofistrasse 42Triesenberg | 14. September 2015

Flüchtlingswelle

Jahrelang haben wir uns die Unruhen auf der Welt angeschaut. Nur wenige hat es interessiert. Mittlerweile erkennt man, dass Politiker in Europa, statt vor Ort zu helfen, um Unruhen einzudämmen, sogar diese noch mit Waffenlieferungen unterstützten. Und nun geht es weiter mit der Geldgier. Wer zahlt drauf? Wie immer das Volk. Nur das Volk sollte langsam erkennen worum es hier eigentlich geht. So verunsichert, das man sich sogar gegenseitig angeht. Was unsere Regierungen kaputt gemacht haben und das bisschen was noch ganz ist, regelt nun das Volk. Viele Berichte sollen uns vom Wesentlichen ablenken. Das ist keine Verschwörungstheorie oder Hetze, sondern die logische Folgerung der vergangenen Jahre. Man sucht die Schuld bei den Flüchtlingen und/oder sogar beim eigenen Nachbarn. Man sollte sich fragen, nicht «warum», sondern «wieso ist es überhaupt so weit gekommen». Dann wird man alles viel realistischer sehen. Wir haben weltweit mitgewirkt, indem wir unsere Politiker haben wirken lassen. Die Flüchtlingswelle wurde und wird ja sogar jetzt noch zum Teil schöngeredet. Wörter wie «Gutmensch – Gutgesindel – Rechte – Linke – Verschwörungstheoretiker – Hass – Hetze» sowie weitere auf dem Niveau machen auf Plattformen die Runde. Keiner kommt je auf den Gedanken, dass er sich, wie auch immer, manipulieren lässt. Falschmeldungen, manipulierte Bilder, Videos werden sorglos mit eigenen emotionalen Kommentaren geteilt. Wer Angst vor der Flüchtlingswelle hat, der sollte eigentlich mehr Angst vor sich selber haben, wenn er so sorglos alles teilt und kommentiert. Die Unsachlichkeit scheint in Foren eine Eigendynamik entwickelt zu haben, dessen Ende kaum einer vorhersehen kann. Das macht Angst. Optimale Lösungen sind nicht abzusehen. Dort, wo die Ursache liegt, sollten die Staaten der Welt eingreifen. Aber damit ist wahrscheinlich kein Geld zu verdienen. Im Iran/Irak war die USA stark vertreten, um ihr Öl zu schützen. Wo sind die USA jetzt? Wo waren sie vor Jahren? Die USA, das gelobte Land? Angeblich Flüchtlingsboote von Schleppern unter USA-Flagge?
Wir sollten nicht nur nachdenken, sondern hinterfragen, warum wir in diese Situation gekommen sind und unsere Politiker in Europa nicht viel früher reagiert haben.
Den Nachbarn anzugreifen verschlimmert das Ganze noch. Wir sollten gemeinsame Lösungen finden in Europa, denn Worte führen zu keiner Lösung, sie schütten Benzin ins Feuer. Gegenseitiges Sensibilisieren, Sachlichkeit wäre ein Schritt nach vorn.

Udo Meesters
Hofistrasse 42
Triesenberg

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