Leserbrief

Weiterschlafen oder aber reagieren, zweiter Teil

Urs Kindle,Binzastrasse 51, Mauren | 11. September 2015

Glaube

Wie sollen katholische Christen zu den Frauen, die Kinder abtreiben, stehen? Diese Frage beantwortete der Papst bereits am 19. August 2013 deutlich: «Ich denke etwa an eine Frau, die Kinder abtreiben liess und deren Ehe scheiterte, aber später wieder heiratet, zufrieden ist, fünf Kinder hat, jene Abtreibungen zutiefst bereut und als Christin weitergehen will. Was macht der Beichtvater? Er muss Mittel und Wege suchen, barmherzig zu handeln und dieser Frau helfen. Gott steht uns bei, findet uns und lichtet uns auf, wenn uns Leidende begegnen. Beichtväter dürfen weder streng noch lax sein. Der Rigorist rezitiert das Gebot und wäscht sich die Hände. Der Laxe verleugnet die Sünde und wäscht sich die Hände. Beide verraten die Kirche, handeln ihrer Pflicht zuwider, schaden den Gläubigen und verfallen der Unbarmherzigkeit. Der Auftrag eines Beichtvaters liegt darin, dass, wer sündigt, Beistand erhält, um sich anders zu verhalten. Beichtväter müssen in die Nacht, in ihr Dunkel hinabsteigen und dieses vertreiben. Das Volk Gottes braucht Hirten, keine Apparatschik oder Staatskleriker.»
Dass der Papst jetzt am 1. September entschied, den Priestern klarzumachen, dass sie Abtreibungen vergeben dürfen, sollte deshalb niemanden überraschen. Er sagte einfach: «Die Vergebung Gottes für jeden Menschen, der bereut, kann diesem nicht versagt werden.» Im deutschen Sprachraum, wo die Sündenvergebung nach einer Abtreibung bislang keinem Verbot unterstand, änderte sich dadurch nichts. Das Problem bereiten jedoch Priester, die fest daran glauben, dass ein Verbot bestünde, Abtreibungen zu vergeben. Deshalb hebt der Papst hervor: «Auch aus diesem Grund habe ich, ungeachtet gegenteiliger Bestimmungen, entschieden, für das Jubiläumsjahr allen Priestern die Vollmacht zu gewähren, von der Sünde der Abtreibung jene loszusprechen, die sie vorgenommen haben und reuigen Herzens dafür um Vergebung bitten.»
Die Verantwortlichen dafür, dass die Zahl der Abtreibungen massiv wächst, sind die Machtträger dieser Welt, die nichts gegen die Armut unternehmen. Der Priester, der tatsächlich ernst nimmt, Abtreibungen zu bekämpfen, muss kein Risiko scheuen, der Politik solcher Machtträger entgegenzuwirken, anstatt seine Sündhaftigkeit hinter der Maske des strengen Beichtvaters zu verstecken und den Gläubigen Kadavergehorsam gegenüber allem Gegebenen einzutrichtern. Priester müssen einerseits dafür sorgen, dass Gläubige, die Abtreibungen wegen ihrer Armut vornehmen, trotzdem bei der Kirche bleiben, beichten und vergeben werden. Andererseits müssen diese Priester ihr eigenes Verhalten examinieren, um herauszufinden, warum niemand solchen Frauen beizeiten helfen konnte.
Mit freundlichen Grüssen

Víctor Arévalo, Univ.-Prof. Dr. iur.,
Auring 56, 9490 Vaduz

1. «Gefahr: Der weltweite Zusammenbruch beschleunigt sich jetzt» («Danger: The global collapse is now accelerating», Michael Pento, kingworldnews.com, Samstag, 5. September 2015): Zu betonen ist, dass es sich bei Michael Pento um einen der grossen Kenner der Weltwirtschaft handelt.
2. «Totale Alarmstufe – Aktualisierung: Weltweite (Finanz-)Kernschmelze beginnt» («Total Emergency Alert – Update: Global Meltdown Begins», Youtube, Alex Jones Channel, Samstag, 5. September 2015)
3. «Dieser Crash des Dollars und aller Papiergelder gegen Gold und Silber kommt kommenden Montag (das heisst am 14. September!)» (Walter K. Eichelburg, hartgeld.com, 7. September 2015) Und wenn nicht schon am kommenden Montag, dann sehr bald darauf.
4. Seit 26. Juni 2015 warnt der seriöse Geistliche, Finanzinsider und Buchautor Lindsey Williams (lindseywilliams.net), man solle sich bis spätestens 15. September 2015 vorbereitet haben («Things you must do before September 15th, 2015»). Also bis Anfang nächster Woche. Gleichzeitig ermuntert er uns angesichts grosser künftiger Herausforderungen zur optimistischen Umkehr hin zu Gott: «Bringt euer spirituelles Haus in Ordnung» («Put your spiritual house in order»).
5. Wieviele Leute auf dieser Welt bilden sich ihre eigene Meinung anhand unterschiedlicher – auch alternativer – Quellen? Und wieviele andererseits ernähren sich kritiklos von den Informationen, die ihnen die «Experten» der mächtigen, gleichgeschalteten Grossmedien vorsetzen? Wieviele folgen wie fremdgesteuert der «Meinung der Masse»? Oder der Meinung des Nachbarn, ohne selbst zu denken? Wer der Masse folgt, wird getäuscht werden. Woran erkennt man die wahren Experten? Daran, dass sie von den Grossmedien seit Jahren durch den Dreck gezogen werden. Und zu denen gehören etwa neben Alex Jones und Lindsey Williams auch Leute wie Gerald Celente, Peter Schiff und Marc Faber. Auch sind es die bibeltreuen Propheten, die schon vor Jahren angekündigt haben, was jetzt (kirchlich, wirtschaftlich, politisch) geschieht. Und die nachdrücklich, aber liebevoll auf die Verblendung der Masse hingewiesen haben. Schlussfolgerung: weiterschlafen oder aber reagieren.

Urs Kindle,
Binzastrasse 51, Mauren

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