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Leserbrief

Rasiermesserähnliche Schneiden

Robert Allgäuer,Schalunstrasse 17, Vaduz | 3. September 2015

Flüchtlingselend

In Ungarn und in andern Ländern werden derzeit mit NATO-Draht bewehrte Zäune errichtet, die Flüchtlingen den Grenzübertritt verunmöglichen sollen. Der NATO-Draht ist die brutale Variante des Stacheldrahts. Dieser Typ Stacheldraht wird NATO-Draht genannt, weil dieser vom NATO-Verbündeten USA nach Deutschland eingeführt worden ist und über viele Jahre ausschliesslich im Militärbereich verwendet wurde. Die offizielle deutsche Bezeichnung lautet «Widerhakensperrdraht». Das klingt eher harmlos. Der Stacheldraht ist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Amerika entstanden zum Schutz des guten Weidelands. Der moderne NATO-Draht wird wie folgt angepriesen: Im Vergleich zu gebräuchlichem Stacheldraht ist der Zeitaufwand, NATO-Draht zu überwinden, höher. Er wird daher bei Anlagen und in Situationen mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis eingesetzt. Weiterhin ist NATO-Draht gefährlicher als Stacheldraht, da die rasiermesserähnlichen Schneiden stärkere Verletzungen als die Stacheldrahtdornen verursachen. Zynischer und sadistischer kann man die Qualitäten des NATO-Drahts nicht formulieren. Könnte es sein, dass Stacheldrähte in den Köpfen der Zaunbauer Schäden bewirkt haben? NATO-Draht kann auch im privaten Garten seine Wirkung entfalten. Es gibt viele Anbieter. NATO-Draht mit einer Ausziehlänge von 10 bis 12 Metern kostet 132 Euro.

Robert Allgäuer,
Schalunstrasse 17, Vaduz

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