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Leserbrief

Ruf zur Unterscheidung

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 8. August 2015

Glaube

50 Jahre nach dem Konzil hat das Aggiornamento ganz andere Brennpunkte. Jemand nannte sie «Soll-Bruchstellen»: Wachsende Schere zwischen Arm und Reich, Gewaltbereitschaft der Jugend, blutige religiöse Konflikte, Zunahme der Fundamentalismen, erschreckende Menschenrechtverletzungen, Flüchtlingsströme, Umweltzerstörung, Menschenhandel ...
Dagegen die Stimme erheben – Missstände kritisieren – ist wichtig, aber relativ einfach; selbst besser machen ist viel schwieriger! Aber gerade das sollten wir, die «ecclesia semper reformanda», ständig tun – wie Papst Franziskus!
Nicht alles Alte ist gut, bzw. schlecht; das gilt auch für das Neue! Deswegen hat Jesus gesagt, der gute Hausvater hole Altes und Neues aus seiner Schatztruhe ... Paulus riet seinen «neuen» Christen: Prüft alles, das Gute behaltet!
Jesus ist und bleibt das Mass. Er ist Mensch geworden und hat uns vorgelebt, wie Gott sich uns Menschen «gedacht» hat: Er ist als hilfloses Kind gekommen, hat so gelebt, dass er sich «Weg, Wahrheit, Leben» nennen und sagen konnte: «Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr tut, wie ich …» (vgl. Joh 13)
Unser Papst macht es Jesus nach und uns vor! Die Kirche, wir Getaufte, sollen durch Wort und Tat die Freude des Evangeliums leben und verkünden, lud er uns mit seinem 1. Schreiben ein. Unsere Aufgabe im Alltag heisst: Gottes in Christus Mensch gewordene Liebe verkünden – durch Wort und Tat! Diese Liebe verwandelt die Welt, erlöst, befreit die Menschen zur Freude. Guten Erfolg!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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