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Leserbrief

Patient ist doppeltes Opfer

Agnes Dentsch,Poliweg 12, Ruggell | 23. Juli 2015

Gesundheitswesen

http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/mit-diesen-unethischen-methoden-verkaufen-aerzte-ihre- patienten-128799652; Auszug aus der Podisumsdiskusion:
«Spitäler und Spezialisten wie Chi-rurgen zahlen für die Überweisung von Patienten Geld. An einer Fachtagung schilderte ein Berner Hausarzt erstmals, wie das funktioniert. Diese sogenannten Kick-backs – umgangssprachlich Schmiergelder – fliessen, wenn Mediziner anderen Fachärzten oder Spitälern Patienten überweisen. Die Zahlung von Kick-backs mache die Patienten doppelt abhängig und folglich zum doppelten Opfer, sagt Felix Schneuwly. Der Gesundheitsexperte des Internetvergleichsdiensts comparis.ch sass im Publikum, als Daniel Flach seinen Vortrag hielt. Schneuwly hält die Entgegennahme von Vergünstigungen für die Zuweisung eines Patienten für einen Vertrauensmissbrauch: Ohne transparente Qualitätsangaben glaubt der Patient, er werde an den besten Spezialarzt beziehungsweise ans beste Spital überwiesen. Tatsächlich wird er, ohne es zu wissen, dem Meistbietenden verkauft. Das sieht auch Peter Indra so. Der einstige Vizedirektor des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und heutige Leiter des Bereichs Gesundheitsversorgung im Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt, sagt, mit solchen Zahlungen könne ein Patient übervorteilt werden. Sein Hausarzt überweise ihn möglicherweise nicht aus medizinischen Gründen an einen Spezialisten oder an einen Chirurgen, sondern aus ökonomischen: Es geht nicht mehr darum, einen Patienten an den geeignetsten und qualitativ besten Arzt zu überweisen. Seien Kick-backs im Spiel, bestehe zudem das Risiko, dass ein Patient vorschnell oder gar unnötig operiert werde.»

Frage: Kick-backs auch in Liechtenstein? Wenn ja, ist dies eines von den Faktoren, für die steigenden Gesundheitskosten.

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

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